Shampoo gegen Haarausfall

Haarausfall kann jeden in jedem Alter treffen. Männer, Frauen und Kinder sind Betroffene von Haarausfall, haben allerdings unterschiedliche Ursachen für den lästigen Haarausfall. Bei Erwachsenen tritt Haarausfall meistens im Laufe der Jahre auf. Aber auch schon in jungen Jahren sind Haarausfälle zu beobachten. Eine gründliche Diagnose auf bestehende Erkrankungen, Mangelernährungen oder Vergiftungserscheinungen ist notwendig um die richtige Behandlung einleiten zu können. Die Pflege von Haar und Kopfhaut sind besonders wichtig, wenn beide schon in Mitleidenschaft gezogen sind.

 Basische Haarpflegemittel bei Haarausfall verwenden

Basische Haarpflegemittel bei Haarausfall verwenden

Was gesunde Haare brauchen

Gesunder Haarwuchs benötigt verschiedene Voraussetzungen. Dazu gehört insbesondere eine gesunde und säurearme Kopfhaut, die über die notwendigen Vitamine und Nährstoffe ausreichend verfügen kann. Eine gesunde Ernährung ist auch Voraussetzung für gesunde und schöne Haare. Es wirken aber auch äußerlich verschiedene Substanzen fördernd auf das Haarwachstum. Im Handel werden eine Reihe an Pflegeprodukten angeboten, die das Haarwachstum beschleunigen sollen.

Haare mögen´s mild

Wer mit einem Haarshampoo den Haarausfall stoppen will, muss bei der Produktwahl auf ein paar wichtige Dinge achten. Bei Haarausfall sind milde, basische Haarpflegemittel zu empfehlen, damit die natürlichen Funktionen der Kopfhaut angeregt werden und neues Haarwachstum gefördert wird. Bei der Wahl des Shampoos sollte bedacht werden, was nötig ist bzw. woran es mangelt, damit das gesunde Gleichgewicht der Kopfhaut wieder hergestellt werden kann.

Shampoos als Arzneimittel

Zu empfehlen sind in erster Linie milde Shampoos, die auf PH-neutraler Basis wirken. Die Substanzen der Shampoos wirken direkt an den relevanten Stellen der Haare und der Kopfhaut. Die Qualität von Shampoos und Kuren sind das A und O bei der Haarpflege um einem bereits entstandenen Haarausfall entgegenzuwirken. Natürliche Wirkstoffe und naturbelassene Substanzen sind zu bevorzugen.

Die meisten chemischen Substanzen sind aggressiv und können die Kopfhaut und die Haarwurzeln eher schädigen. Es gibt eine Auswahl an Anti-Haarausfall-Shampoos, die bereits in Studien und im Labor auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet wurden. Informieren Sie sich im Fachgeschäft oder bei Ihrem Apotheker nach Untersuchungsergebnissen.

Kleine Checkliste vor dem Kauf

Machen Sie sich vor dem Kauf eines Shampoos gegen ihren Haarausfall im Vorwege einige Notizen über Ihre persönliche Situation. Welcher Art ist Ihr Haarausfall: über den gesamten Kopf verbreitet, an einigen Stellen, nur an den Schläfen? Seit wann haben Sie mit Haarausfall zu tun? Ist er plötzlich aufgetreten oder hat er sich schleichend eingestellt? Und denken Sie auch an mögliche Unverträglichkeiten auf bestimmte – auch natürliche – Stoffe. Wenn Sie Kräuterallergien haben, schauen Sie genau auf die Inhaltsstoffe des Shampoos. Bei der Wahl Ihres Pflege-Shampoos nehmen Sie eins, das Sie gerne riechen mögen. Schließlich soll das Shampoo regelmäßig angewendet werden und Ihnen nicht nur Vertrauen geben, sondern auch gefallen.

Haarverdichtung

Immer mehr Frauen und Männer sind vom Thema Haarausfall betroffen. Woran diese Zunahme der Problematik des Haarverlustes genau liegt, ist bisher nicht umfassend erforscht. Die Hälfte aller Männer sind betroffen und das zunehmend in jungen Jahren und nicht erst mit Beginn des Älterwerdens. Aber auch bei den Frau plagen sich mittlerweile ein Viertel mit dem belastenden Haarverlust herum.

Haar Extensions eine Möglichkeit der Haarverdichtung

Haar Extensions eine Möglichkeit der Haarverdichtung

In den anderen Kapiteln finden Sie Informationen über die vielfältigen Ursachen für die verschiedenen Formen von Haarausfall. Eine Diagnose und entsprechende Behandlung ist in vielen Fällen angezeigt. Auch und gerade um dahinter liegende Erkrankungen von Organen oder des Stoffwechsels frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Individuelle Alternative zur Haartransplantation

Haarausfall ist natürlich immer auch ein kosmetisches Problem. Neben medikamentellen und begleitenden Therapien können äußerlich Perücken oder Haartransplantationen eine Möglichkeit darstellen, um wieder mit mehr Haar durchs Leben zu gehen. Eine Alternative bietet die Methode der Haarverdichtung. Sie wird in der Regel bei schütterem oder ausgedünntem Kopfhaar angewendet.

Haarverdichtung – Methoden und Möglichkeiten

Die Haarverdichtung wird von Haarpraxen und spezialisierten Friseuren angeboten.

Im Gegensatz zur Haartransplantation, die mit eigenen Haarsubstanzen arbeitet, wird bei der Haarverdichtung anderes Echthaar oder synthetisches Haar verwendet. Dieses wird auf der Kopfhaut zwischen die eigenen Haare eingesetzt.

Je nach Methode und Ausgangsbefund des Haarschopfes werden die zusätzlichen Haare entweder mit kleinen Clips, Bondingringen, haarbeknüpften Netzen oder selbstklebenden Filmstreifen befestigt. Die Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit ist je nach Methode unterschiedlich lang.

In einigen Fällen beteiligen sich die Krankenkassen an den Kosten für eine Haarverdichtung bzw. übernehmen diese ganz. Hierfür muss ein ärztliches Attest über die Notwendigkeit der Behandlung vorliegen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

 

 

Was tun um Haarausfall zu stoppen?

Haarausfall ist eine ganz natürliche Sache, solange er im Gleichgewicht mit dem Haarwachstumszyklus geschieht.

Jeder Mensch verliert täglich Haare. Wie unsere Haut, unser Blut und unsere Zellen erneuern sich auch unsere Haare in bestimmten Intervallen. Das Ausgehen von Haaren gehört zum ganz natürlichen Kreislauf unseres Körpers und bedeutet erst mal kein Anzeichen einer Erkrankung. Solange das Gleichgewicht zwischen Ausfall und Nachwuchs besteht, ist also alles völlig normal. Kommt es dazu, dass deutlich mehr Haare ausgehen als nachwachsen, gilt es zuerst zu erkennen in welcher Form und vor welchem individuellen Hintergrund dies geschieht.

Gesunde Ernährung kann Haarausfall verhindern

Gesunde Ernährung kann Haarausfall verhindern

Was kann man gegen Haarausfall tun?

In vielen Bereichen sind die Ursachen für Haarausfall nicht weit reichend abgeklärt. Dennoch gibt es einige Erkenntnisse über Zusammenhänge und Wirkweisen, denen Haare ausgesetzt sind. Ein paar Grundregeln im Umgang mit Ihren Haaren können helfen, den Haarausfall zu stoppen und vielleicht das neue Haarwachstum beschleunigen.

  • Lassen Sie eine gesicherte Diagnose erstellen um die Ursache für den bisherigen Haarausfall festzustellen
  • Wenn eine Erkrankung vorliegt, halten Sie sich an den Behandlungs- und Therapieplan
  • Suchen Sie Unterstützung in der Natur. Viele Stoffe wirken haarstärkend und können Haarwachstum langfristig stärken
  • Passen Sie Ihre Ernährung auf die Bedürfnisse Ihrer Haare an (ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, keine Radikal-Diäten, kein Fastfood)
  • Verzichten Sie auf Genussgifte wie Alkohol, Nikotin, zu viel Koffein
  • Seien Sie gut zu Ihren Haaren: Keine schädigenden Haartorturen mit chemischen Farben und heißen Eisen
  • Benutzen Sie sanfte und nährstoffreiche Pflegeprodukte
  • Achten Sie auf Ihre gesamtes Gleichgewicht, denn Ihre Haare sind sehr sensibel und hängen eigentlich an Ihnen

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

 

 

Haarwuchsmittel: Ernährung

Essen mit Köpfchen

Gesunde Haare durch intelligente Ernährung? Ja, sicher. Die Haare sind ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Sie unterliegen wie alles Organische dem Wachstums-Kreislauf.

Wie bei unserer Haut sind Haare krank aussehende oft auch das Resultat von ungesunder Ernährung. Bedenkt man, wie ein Haar entsteht und welche Stoffe es zum gesunden Wachstum braucht, ist ein Grundstein für gesundes und schönes Haar und gegen einen möglichen behandlungsbedürftigen Haarausfall gelegt.

Ernährung: Ihr Haar isst mit

Wie Muskel bestehen auch Haare zum überwiegenden Teil aus Proteinen, also aus Eiweißen. Die Proteine sind der Hauptbestandteil jeder Zelle und als Baustoff sehr bedeutend. Aminosäuren sind wiederum die kleinsten Bestandteile der Proteine und können etwa zur Hälfte vom Körper eigenständig produziert werden. Die essenziellen Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen.

Gesunde Ernährung bei Haarausfall

Gesunde Ernährung bei Haarausfall

Als besonders eiweißhaltige Nahrungsmittel gelten Fisch, Fleisch, Eier, Käse und Milch.

Neben den Proteinen brauchen die Haarwurzeln weitere wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Sauerstoff im Blut befördert die Nährstoffe und sorgt dafür, dass die Baustoffe für einen gesunden Haarwuchs zur Verfügung stehen.

Vitamin B – für eine gute Beziehung zu Ihrem Haar

Besonders die B-Vitamine sind wichtig für ein gesundes Haarwachstum und eine lange Lebensdauer des Haarschopfs. Die Vitamine B3, B5 und B6 regulieren die Talgproduktion und setzen wichtige Stoffwechselvorgänge in Gang. Außerdem beugen Sie Entzündungen vor und sorgen dafür, dass die Kopfhaut gesund bleibt.

Auch die Vitamine A und C sind insbesondere für gesunden und nachhaltigen Haarwuchs wichtig. Mit dem Vitamin H gönnt man seinen Haaren eine zusätzliche Stärkung und Abwehrkur gegen viele innere und äußere Einflüsse. Es stärkt die Haarstruktur fördert Glanz und Geschmeidigkeit und hilft gegen unschöne Splissbildung.

Vitamin        Gute Lieferanten

A                    Aprikosen, Fischöl, Karotten, Milchprodukte, Paprika

B                    Eigelb, Fleisch, Hefe, Hülsenfrüchte, Nüsse, Weizenkeime

C                   sämtliche Zitrusfrüchte nach Saison, Kohlgemüse

H                   Eigelb, Fleisch, Milch, Nüsse, Vollkornprodukte

Spurenelemente und Mineralstoffe für starke Haare

Haare brauchen Spurenelemente und Mineralstoffe wie Luft zum Atmen. Sehr bedeutend ist dabei Eisen, da es für den Sauerstofftransport im Blut und für die Energieversorgung der Zellen zuständig ist. Eisenmangel kann Haarausfall verursachen. Insbesondere Frauen in der Zeit (starker) Menstruation oder nach Entbindungen sind anfällig für eisenmangelbedingten Haarausfall. Auch Kupfer (verbessert die Struktur und beugt dünnem, brüchigem Haar vor) und Zink (davon werden auch Haut und Fingernägel gestärkt) sind wichtige Bestandteile für gesundes Haarwachstum.

Alles hängt zusammen

Bedenken Sie in allen Lebenslagen, dass ihre Haare im wahrsten Sinne des Wortes an Ihnen hängen. Besondere körperliche Zustände wie zum Beispiel Schwangerschaften oder Erkrankungen (Schilddrüse, Krebs) und der Behandlung mit Medikamenten und auch der ungesunde dauerhafte Stress wirken sich auf den gesamten Körper und somit auch auf die Haare aus. Je nach Ursache des Haarausfalls lassen sich schnell ein erhöhter Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen erkennen.

Bei Haarausfall wichtig zu wissen

Haarausfall kann unter anderem durch einen erhöhten Säuregehalt begünstigt werden.

Um den Säurehaushalt, der auch die Kopfhaut mit beeinflusst, wieder ins rechts Lot zu bringen und zu stabilisieren, helfen einige einfache Ernährungsgrundregeln.

– Meiden Sie weitgehend zu viele tierische Fette.

– Essen Sie keine Nahrungsmittel, die mit Weißmehl erzeugt wurden.

– Nehmen Sie wenig Zucker und Süßigkeiten zu sich

– Trinken Sie möglichst wenig Kaffee und schwarzen Tee

– Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol

– Trinken Sie möglichst wenig fette Milch

– Trinken Sie kein stark kohlensäurehaltiges Wasser

– Achten Sie auf eine salzregulierte Ernährung

– Und verzichten Sie auf Nikotin und vermeiden Sie alles, was Sie sauer macht: Also möglichst wenig negativen Stress an sich heranlassen

 

Haarwuchsmittel: Hausmittel

Natürlich gesunde und gepflegte Haare

Viele Produkte der Kosmetikindustrie setzen auf künstliche Zusatzstoffe. Zum einen sind das synthetische Parfüme, zum anderen „natürlich“ die werbewirksamen Farbstoffe, die die Produkte attraktiv erscheinen lassen. Verwenden Sie Ihrem Haar zu liebe keine Shampoos, die viel von beidem enthalten.

Im Handel sind gegen Haarausfall zahlreiche Produkte zu finden, die den Haarausfall stoppen und neues Wachstum fördern sollen. Nicht immer halten diese Angebote ihre Versprechungen und sind zudem häufig sehr teuer.

Brennnesselkraut als Mittel gegen Haarausfall

Brennnesselkraut als Mittel gegen Haarausfall


Schauen Sie sich in der Natur um und verwöhnen Ihre Haare und Kopfhaut. Es ist möglich, Kuren und Shampoos gegen Haarausfall aus natürlichen Mitteln herzustellen, die den Haarverlust stoppen, die Haar stärken und gegebenenfalls neuen Haarwuchs fördern und beschleunigen können. Nachfolgend einige bewährte Rezepte für hilfreiche Haar- und Kopfhautkuren:

● Aloe-Vera-Gel zur Massage der Kopfhaut

● Anti-Haarausfall-Essig: Sie benötigen Arnika (20 g), Birke (10 g), Brennnessel (15 g), Buchsbaum ( 20 g), Klette (15 g), Lavendel (10 g) und Rosmarin (10 g). Alles zusammen in 2 Liter Essig kurz aufkochen und anschließend eine halbe Stunde ziehen lassen. Nach dem Abseihen einen Riechstoff nach Geschmack zufügen. Der Essig dient zur Anfeuchtung des Haarbodens. Eintrocknen lassen.

● Aromaöle: Je nach Typ und Geschmack können äußerlich die Öle von Lavendel, Thymian oder Zeder als Kopfhaut-Massage-Tinktur verwendet werden. Die Anwendung sollte über mehrere Monate erfolgen.

● Bier als Haarshampoo gegen Haarverlust verwenden

● Branntwein-Zwiebel-Kur: Nehmen Sie 100 ml Franzbranntwein und eine fein gehackte Zwiebel. Zusammen in einem verschließbaren Behälter zwei Wochen ziehen lassen. Die Mischung absieben und als tägliche Kopfhaut-Kur verwenden.

● Brennnesselkraut-Shampoo: 500 ml Wasser, 500 ml Essig zusammen mit Brennnesselkraut eine halbe Stunde einkochen und anschließend absieben.

● Brennessel-Essenz zur Kopfhautmassage: 200 g Brennnesselwurzeln werden mit 500 ml Essig und 1000 ml Wasser angesetzt. Nach 30 Minuten absieben. Die Essenz alle zwei Tage in die Kopfhaut einmassieren.

● Bockshornklee-Absud als Haarkur

● Ei-Öl-Kur: Ein Hühnerei mit Weizenkeimöl mischen und direkt auf die Haare geben.

● Heilerde zur äußerlichen Anwendung bei der Haarwäsche

● Honig-Zwiebel-Tinktur: Beides mischen und abends auf die Kopfhaut geben, über Nacht einziehen lassen

● Kokosöl regelmäßig zur Massage der Kopfhaut verwenden

● Nachtkerzenöl innerlich: Dreimal täglich je zwei Tropfen

● Nachtkerzenöl äußerlich: Sie benötigen 20 ml Nachtkerzenöl, ein Hühnereigelb ein paar Tropfen Zitronensaft sowie ein paar Tropfen Öl von der Zeder oder Klettenwurzel. Zusammen in das trockene Haar einmassieren und gut mit Shampoo auswaschen

● Oliven-Zitronen-Kur: Zu gleichen Teilen mischen und in die Kopfhaut einmassieren.

● Rizinusöl in die Kopfhaut einmassieren und über Nacht einwirken lassen.

Hinweis: Sie sollten bei Haarausfall Ihren Arzt oder einen Hautarzt aufsuchen und abklären, ob ggfs eine Pilzerkrankung oder ähnliches vorliegt. Bedenken Sie, ob bei Ihnen eine Unverträglichkeit auf einen der natürlichen Bestandteile in den Rezepten besteht. Klären Sie mir Ihrem Arzt auch die Behandlung mit Hausmitteln ab.

 

Haartransplantation

Über 20 Millionen Menschen sind in Deutschland von Haarausfall betroffen. Ganz unabhängig davon, ob die Haare altersbedingt oder aufgrund einer Erkrankung ausgegangen sind, bedeutet der Haarverlust für viele auch den Verlust von Attraktivität. Langes und kräftiges Haar werden immer noch verbunden mit Vitalität und Fruchtbarkeit.

Bei vielen gilt der Verlust der Haare oder gar eine Glatzenbildung hingegen als Zeichen von Alter, Schwäche und wird eher als unattraktiv empfunden.

Selbstbewusst mit Glatze

Selbstbewusst mit Glatze


Haare sind Hauptsache

Einige Menschen können sich mit einem Leben ohne Kopfhaar anfreunden. Viele Männer arrangieren sich und tragen selbstbewusst kein Haar. Manche rasieren sich auch die restlich verbliebenen Haare und entwickeln ihren eigenen optischen Stil lieber ganz ohne Haare als mit dem verbliebenen schütteren Restbestand durch die Welt zu laufen.

Bei Frauen kommt es zwar sehr viel seltener zu einer Glatzenbildung, aber sie haben es im Fall der Fälle aufgrund der gesellschaftlichen Normen und Erwartungen doch ungleich schwerer zu ihrem schütteren Schopf oder gar gänzlich haarlosen Kopf zu stehen.

Wenn man seine Haare vermisst

Wer sich mit dem Haarverlust nicht abfinden möchte, dem bietet eine Haartransplantation die Möglichkeit wieder Haare auf dem Kopf zu tragen. Bei einer Haartransplantation werden Haare verpflanzt. Dies geschieht mit einzelnen Haaren, mittels kleinster Haarbüschel (die sogenannten Grafts) oder mit längeren Hautstreifen mit Haaren.

Eine Haartransplantation ist in der Regel eine kosmetische Angelegenheit. Schließlich sind die Haare auf dem Kopf nicht lebensnotwendig. Oft liegen psychische Belastungen durch den sozialen Druck und eigene Idealvorstellungen bei Menschen, die starken Haarverlust erlitten haben, vor. Dadurch ergibt sich dann gegebenenfalls eine medizinische Indikation für eine Haartransplantation.

Verschiedene Alopezie-Folgen können mit einer Haartransplantation behoben werden. Es muss sich jedoch nicht immer um das Kopfhaar bei einer Transplantation handeln. Aber auch Augenbrauen und Bartpartien können für eine Behandlung in Betracht kommen. Letztere zum Beispiel nach einer Operation einer Hasenscharte. Auch Opfer von Brandverletzungen können je nach Befund Bedarf an Haartransplantationen haben. Außerdem gibt es Menschen, die eine Haarauffüllung im Schambereich für notwendig erachten.

Haare beschäftigen den Menschen seit Jahrhunderten

Laut Überlieferung wurden bereits im 18. Jahrhundert Haarversetzungen bei Menschen und Tieren durchgeführt. Lange Zeit blieben die Methoden und Erfolge relativ unbedeutend. Erst im Laufe der beginnenden Weiterentwicklung der chirurgischen Methoden konnten auch für die Haartransplantation neue Wege eingeschlagen werden. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Techniken erweitert und verfeinert. Heute gibt es verschiedene Methoden, die je nach Umfang der zu transplantierenden Haare und der individuellen Beschaffenheit der Kopfhaut angewendet werden.

Methoden der Haartransplantation

  • Punch

… ist die älteste Methode bei der Behandlung gegen Haarverlust mittels einer Haartransplantation. Sie wurde 1939 erstmals nachweislich von Dr. Okuda dokumentiert. Die Ergebnisse waren für heutige Maßstäbe haarsträubend, denn die implantierten Haare waren oft stark gebündelt und in den Bündeln deutlich abgesetzt und konzentriert. Aufgrund des struppigen, auf einzelne Felder bezogene (und nicht gleichmäßig kopfbedeckende) Aussehens des Haarnachwuchses hat sich das Ergebnisbild der Punchmethode den saloppen Namen „Klobürste“ eingebracht.

  • Streifen und Einsetzung mit Mini/Micrografts (MMG)

Bei dieser Haartransplantation wird ein behaarter Hautstreifen aus dem bestehenden Haarkranz entnommen. Der Streifen wird in kleine und mittlere Stücke zerschnitten. Diese Hautteile mit einzelnen Haaren oder einer Gruppierung aus mehreren Haaren bezeichnet man als Mini- und Micrografts. Die Grafts werden an anderer Stelle eingesetzt und sollen sich dort ansiedeln. Die Transplantation wird in der Regel ambulant bei örtlicher Betäubung durchgeführt.

  • Streifenentnahme und Einsetzung mit follikularen Einheiten (FUI)

Bei der FUI-Methode werden ebenfalls behaarte Hautstreifen aus dem bestehenden Haarkranz entnommen. Anschließend wird der Streifen in seine follikularen kleinsten Einheiten aufgegliedert und in die ausgewählten Stellen eingesetzt.

  • Follikular Unit Extraction (FUE)

Die FUE ist eine fortschrittliche Methode zur Haarimplantierung. Bei der Follicular Unit Extraction werden follikulare Einheiten gewonnen. Dazu werden die Einheiten der Kopfhaut entnommen und nach einer Zwischenlagerung in einer Nährlösung dann an ausgewählten kahlen Stellen implantiert.

Das besondere ist, dass die Haare in natürlichen Bündelungen wachsen. Es können mittels der FUE auch Körperhaare transplantiert werden.

  • Follikular Unit Transplantation (FUT)

Die FUT ist eine Methode in der Haartransplantation, die in den vergangenen Jahrzehnten Anwendung fand und als Vorreiter für weitere fortschrittliche Entwicklungen in der Behandlung von Haarersatz durch Implantation gekennzeichnet ist. Bei der Follikular Unit Transplantation werden Hautstreifen dem Hinterkopf entnommen. Haare wachsen in Gruppen (Follikel Units) zu 1, 2, 3, 4 und selten auch 5. Diese Erkenntnis wird bei der FUT umgesetzt und angewendet.

Die Haarwurzeln am Hinterkopf bestehen zu ca 10% aus 1er Follikel Units (FU) – zu 60% aus 2er FU – und zu 30% aus 3er und 4er FUs. Das ist optimal geeignet um mittels Transplantation an neuer Stelle wachstumsreich eingesetzt zu werden. Die Grafts werden präpariert und in Gruppen sortiert.

Während der Zwischenlagerung werden sie in einer Nährlösung zur Erhaltung der Vitalität und Immunisierung gegen Wachstumsstörungen aufbewahrt. Die Anordnung beim punktgenauen Einsetzen der Grafts ergibt eine natürliche Haarausrichtung. Die Haarlinie und die Dichte werden dem ursprünglichen Haarbild angepasst.

– Intermittent Follicle Unit Extraction (I-FUE)

Die I-FUE ist die aktuell schonendste Methode für eine Haartransplantation. Im Vorwege der Behandlung wird eine komplette Anamnese der haarbezogenen Familiengeschichte erstellt und mittels einer Software die Anzahl der benötigten Transplantate ermittelt. Die Intermittent Follicle Unit Extraction arbeitet ohne Skalpell, wodurch die Entstehung von Narben und die sonst auftretenden Wundheilungsschmerzen weitestgehend vermieden werden.

Die I-FUE arbeitet zusätzlich mit körpereigenen Wachsstumfaktoren des Patienten, die vor Behandlungsbeginn aus seinem Blut gewonnen werden. Diese Wachsstumssubstanzen werden zusammen mit Nährstoffen einem Plasma beigefügt, das zum einen die Haarfollikel versorgt und nach Implantation die Annahme und Einheilung der Transplantate positiv begünstigen. Das Resultat ist eine außerordentlich hohe Anwachsrate.

Mit der I-FUE-Methode können Kopfhaare bei kleinen Geheimratsecken, Augenbrauen, Wimpern, kreisrunden Kahlstellen und auch bei großflächigem Haarausfall behandelt werden.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine fachärztliche Beratung. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie sich ernsthaft mit einer Haartransplantation beschäftigen.