Haarausfall Ursachen: Darmflora

Der Darm des Menschen ist ein Hochleistungswerk. In diesem von Bakterien beherrschten Ökosystem geht es munter zu, was insbesondere für die Verdauung von Nahrungsbestandteilen, der Versorgung mit Vitaminen und Energie und unter anderem auch für die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren wichtig ist.
Das Gleichgewicht des Mikroorganismus Darm ist für die Gesundheit äußerst entscheidend. Umgangsprachlich spricht man auch von der inneren Haut, die ihr Abbild in der äußeren Haut findet. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass die Darmzotten übergeordnet in Verbindung mit den Haarfollikel stehen und sich der Zustand des Darms auf der Kopfhaut ablesen lässt.

Weibliche Anatomie mit markiertem Darm

Weibliche Anatomie mit markiertem Darm


Das Haar hängt am Darm

Der Darm hat auch Stoffwechselaufgaben, die auf den gesamten Organismus wirken. So auch auf Haut und Haare. Ist die Darmfunktion gestört, kann sich dies unmittelbar im Haarbild bemerkbar machen, weil sich durch die Störung Mangelerscheinungen bilden.

Der Organismus arbeitet in Krisenzeiten immer sehr wirtschaftlich. Es werden die Regionen versorgt, die lebensnotwendig sind. Dazu gehören die Haare und der Haarboden aber nicht. Vorrang haben die Organe und Bereiche, die das Überleben und Gesunden sicherstellen.

Durch die entstehende Unter- oder Mangelversorgung mit Vitaminen, Nährstoffen und Stoffwechselwirkungen erleiden die Haare und Haarwurzeln Mangel und reagieren häufig mit Haarausfall.

Anzeichen für eine Darmstörung können Blähungen, Durchfälle oder Verstopfungen sein. Aber nicht jede Unregelmäßigkeit der Darmfunktion wirkt sich gleich spürbar aus.

Mittel für eine gesunde Darmflora

Um die Darmfunktionen aufrecht zu erhalten, achtet man bei der Ernährung auf vitamin- und nährstoffreiche Kost mit ausreichend Ballaststoffen. Besonders scharfe Zutaten sollten vermieden werden, ebenso wie der Genuss von Alkohol, Nikotin und Koffein. Für ausreichend Wasserzufuhr ist der gesamte Körper dankbar, der Darm auch.  Und im Zirkelschluss dann auch die Haare, wenn Sie mit einem gesunden Darm einem Haarausfall vorbeugen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

 

Haarausfall Ursachen: Färben und Dauerwellen

Schönes Haar ist nicht jedem gegeben und das Diktat der Haarmode setzt insbesondere Frauen oft unter Druck. Für das eigene Idealbild wird gefärbt, gelockt, geplättet, gesträhnt und im schlechtesten Fall werden Haare gelassen.

Denn mit Haaren kann man zwar vieles anstellen, aber eben nicht immer ungestraft. Zudem sind die Haare von Mensch zu Mensch unterschiedlich und sie verändern im Laufe des Lebens auch mehrfach ihre Struktur und ihre Bedürfnisse.

Rot gefärbte Haare

Rot gefärbte Haare

Mit Chemie schöner?

Sicher kommt es nicht gleich zu Haarausfall, wenn man seine Haare färbt oder sich den Traum von der Lockenmähne erfüllt. Für die Haare bedeuten die chemischen Behandlungen aber eine Strukturveränderung, die auch Schäden hinterlassen kann.

Beim Färben und Dauerwellen werden die gesunden Haare mittels verschiedener Chemikalien „geöffnet“ damit die Substanzen die Farbe ablagern können oder die Haarstruktur verändert werden kann.

Darunter leiden nicht nur die Haare, sondern auch die Kopfhaut, an der sich die empfindlichen Haarfollikel befinden.

Trotzdem schön auch ohne Chemie?

Wer seinem Haar gutes tun möchte, verzichtet auf chemische Behandlungen.

Wenn Farbe gewünscht ist, kann man auf Tönungen zurückgreifen, die sind schonender und gibt es außerdem auch mit pflanzlichen Wirkstoffen. Und nicht zu vergessen: Besonders gepflegte Haare wirken auch besonders schön.

Wer es nicht lassen möchte, der sollte seinen Haaren nach einer chemischen Behandlung auf jeden Fall lange Zeit Ruhe gönnen und nährreiche und pflegende Substanzen zur Stabilisierung anwenden. Das kann innerlich und äußerlich hilfreich sein. So kann man zumindest dem Haarverlust – auch durch Abbrechen – vorbeugen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haarausfall Ursachen: Antibabypille

Die Antibabypille hat das Leben von Frauen seit Mitte des 20. Jahrhundert in den Industrieländern stark revolutioniert. Die Kontrollmöglichkeit über Schwangerschaften durch die Empfängnisverhütung mit der Pille und eine befreitere Sexualität haben Frauen ein selbst bestimmteres Leben ermöglicht.

Keine Kinder und keine Haare?

Die Antibabypille steht aber immer wieder in der Diskussion, da sie eine ganze Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Durch die verabreichten Hormone wird der Eisprung unterbunden, was sich auch auf das Gleichgewicht des Hormonhaushalts auswirkt.

Zu den Nebenwirkungen zählen zum Beispiel neben Übelkeit und Erbrechen auch Gewichtszunahme, Migräneanfälligkeit, Stimmungsveränderungen Bluthochdruck, Bildung von Thrombose und Störungen der Leber.

Die Antibabypille wird in einigen Fällen eingesetzt um starke Hautakne zu behandeln. Auch hier sind es die verabreichten Hormone, die auf die Hautsubstanz wirken. Die erhöhte Menge an Östrogen im Körper fördert die Heilung
der Haut und wirkt zuerst auch anregend auf das Haarwachstum.

Haarausfall durch die Pille

Haarausfall durch die Pille

Haarausfall durch die Antibabypille

Die Haare sind ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Sie unterliegen wie alles Organische dem Wachstums-Kreislauf. Ihr Wachstum ist abhängig von ausreichend Vitaminen, Nährstoffen, Sauerstoff und von Hormonen.

Wird der Hormonhaushalt durch Zugabe künstlicher Hormone beeinflusst, wirkt sich das auch auf die Haare aus. Das Resultat ist Haarausfall, der sich in Folge der hormonellen Umstellung durch Pille in der Regel nur vorübergehend bemerkbar macht. Nach einigen Monaten sollte sich das Haarwachstum wieder normalisiert haben.

Zur Unterstützung des Haarwachstum durch ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen soll die Ernährung im Auge behalten werden. Dies gilt vor allem für junge Frauen, bei denen bestimmte Wachstumsprozesse noch nicht ganz abgeschlossen sind.

Speziell für die Haut und Haare sind die Vitamine A,B,C, und H wichtig. Man findet sie unter anderem in folgenden Nahrungsmitteln:

Vitamin           Gute Lieferanten

A                      Aprikosen, Fischöl, Karotten, Milchprodukte, Paprika

B                     Eigelb, Fleisch, Hefe, Hülsenfrüchte, Nüsse, Weizenkeime

C                     sämtliche Zitrusfrüchte nach Saison, Kohlgemüse

H                     Eigelb, Fleisch, Milch, Nüsse, Vollkornprodukte

Auch Kupfer (verbessert die Struktur und beugt dünnem, brüchigem Haar vor) und Zink (davon werden auch Haut und Fingernägel gestärkt) sind wichtige Bestandteile für gesundes Haarwachstum.

Dauert der Haarausfall unter der Einnahme einer Antibabypille über ein halbes Jahr an, sollte mit dem Gynäkologen eine Alternative zur Empfängnisverhütung gesucht werden.

Die Haare nach der Pille

Wer nach vielen Jahren die Antybabypille wieder absetzt, muss auch mit einer vorübergehenden Hormonumstellung mit Nebenwirkungen rechnen. Davon können dann die Haare erneut betroffen sein.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

Haarausfall Ursachen: nach Operationen

Eine Operation ist immer ein besonderer Eingriff in den menschlichen Organismus. Je nach Befund finden Operationen in Teil- oder Vollnarkose statt. Bei kleineren Eingriffen reicht heute oft auch eine lokale Betäubung des zu operierenden Bereiches aus.

Der medizinische Fortschritt hat für uns heute sehr viel schonendere Narkosemittel bereit als noch vor wenigen Jahrzehnten, als man am Anfang der wissenschaftlichen Entwicklung stand. Trotzdem bleibt ein Eingriff immer eine (kleine oder große) Extremsituation für den Körper.

Haarausfall nach Operationen ist nicht selten

Haarausfall nach Operationen ist nicht selten

Haarausfall durch die Operation

Die Haare sind Bestandteil des gesamten Organismus, auch wenn sie aus totem Gewebe bestehen. Die Haarfollikel sind als Zellen direkt angewiesen auf die Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen durch das Blut. Bei einer Narkose sind auch sie von der narkotisierenden Wirkung betroffen. Je größer der Eingriff ist, je länger er dauert und möglicherweise mit einem bedeutenden Blutverlust einhergeht (insbesondere nach Unfällen), desto stärker ist auch die Versorgung der Haarwurzeln beeinträchtigt. Der allgemeine Blutdruckabfall wirkt ebenso vermindernd auf die Versorgung der Haarfollikel.

Im Heilungsprozess reagiert der Organismus sehr wirtschaftlich. Das bedeutet, dass vorrangig die Bereiche mit Mineral- und Nährstoffen versorgt werden, die am wichtigsten sind. Wunden benötigen in der Zeit der Rekonvaleszenz vermehrt diese Stoffe und konzentrieren die diese in ihrem Bereich.

Zusammenhang erkennen

Im Hinblick auf den Haarwachszyklus kann sich Haarausfall sehr zeitverzögert nach einer Operation bemerkbar machen. In der Regel sollte sich bei einem guten Heilungsverlauf auch das Gleichgewicht des Haarwachstums innerhalb einiger Monate wieder normalisiert haben.

Wechselwirkungen und Auswirkungen auf das Haarwachstum können in der Zeit nach dem operativen Eingriff natürlich wiederum durch die Einnahme von Medikamenten auftreten. Besprechen Sie alles, was Ihnen auffällt und wozu Sie Fragen haben, mit Ihren behandelnden Ärzten.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haarausfall Ursachen: Medikamente

Medikamente werden verschrieben um Beschwerden zu lindern und Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen. Je stärker das Medikament wirkt und Einfluss auf den Organismus nimmt, desto wahrscheinlicher hat man auch mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Immer häufiger haben Tabletten verschiedene Nebenwirkungen

Immer häufiger haben Tabletten verschiedene Nebenwirkungen


Haarausfall durch Medikamente – direkte Folge oder Spätfolge

Je nach Stärke des Medikaments, nach Dosierung und Konzentration der einzelnen Wirkstoffe kann Haarausfall spontan als direkte Folge oder erst mit einer mittleren bis größeren Zeitverzögerung auftreten. Ist letzteres der Fall, ist es manchmal schwierig einen Zusammenhang zwischen dem Haarausfall und der Einnahme des Medikaments zu erkennen.

Eine häufig beobachtete Nebenwirkung ist Haarausfall. Unter den Verursachern von Haarausfall als Medikamenten-Nebenwirkung stehen eine ganze Reihe von Präparaten zur Debatte:

  • Lipidsenker (zur Senkung des Cholesterinspiegels
  • Antibabypille (bei hohem Gestagen-Anteil)
  • Betablocker (zur Senkung des Blutdrucks)
  • Chemotherapeutika / Zystostatika
  • Rheumamittel
  • Thyreostatika (zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen)
  • Antibiotika

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Wenn bei Ihnen durch die Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen wie Haarausfall, aber auch alle anderen, auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit einer Behandlung mit alternativen Präparaten ab.

Haarausfall Ursachen: Hormonell bedingt

Gehen die Haare aus, ist das nie einfach für den Betroffenen. Gelten Haare doch als Zeichen von Vitalität und Attraktivität. Schnell und gerne wird die Diagnose „hormonell bedingt“ ausgesprochen. Und eines ist sicher, der Mensch ist sein Leben lang ein von Hormonen bestimmtes Wesen. Das fängt schon vor der Geburt an und der wechselnde Hormonspiegel begleitet uns durch alle Lebensphasen. Mal mehr und mal weniger auffällig. Hormone und ihre Wirkungen sind also etwas völlig normales. Das gilt auch für die Haare, die als Spiegelbild unserer Hormone und Psyche betrachtet werden können.

Selbst wenn die Diagnose „hormonell bedingter Haarausfall“ stimmt, stellt sich eigentlich die Frage, wie die Hormone gerade arbeiten und wirken, so dass es zu Haarausfall kommen konnte. Ein Kind, ein junger Erwachsener, ein reifender Mensch und ein alter Mensch haben völlig unterschiedliche Lebenskonditionen und reagieren auf das Wechselspiel der Hormone auch verschieden. Das Geschlecht des vom Haarausfall Betroffenen spielt natürlich auch eine große Rolle. Eine Frau ist völlig anderen hormonell bedingten Wirkungen ausgesetzt als ein Mann.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

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Hormonell bedingter Haarausfall durch das Hormon DHT

Die erbliche bedingte Disposition besteht in der Empfindlichkeit der Haarwurzeln des Kopfes auf das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Die Haarwurzeln werden durch das DHT geschädigt und geschwächt. Wird der Haarausfall, der sich als Geheimratsecken bemerkbar macht, nicht behandelt, schrumpfen die Haarwurzeln. Ist das erst einmal passiert, wird die Behandlung langwierig und schwieriger als bei anderen Formen des Haarausfalls.

Hormonell bedingter Haarausfall durch das Polyzystische Overialsyndrom PCOS

Der bei Frauen diagnostizierte Haarausfall durch das Polyzystische Overialsyndrom hat seine Ursache in der erhöhten Bildung von männlichen Geschlechtshormonen. In diesem Fall treten neben dem Haarausfall auch andere Symptome wie Verschlechterung des Hautbildes, Aknebildung und Zunahme der Körperbehaarung auf. Außerdem kann das PCOS auch Ursache für eine Unfruchtbarkeit der Frau sein.

Hormonell bedingter Haarausfall durch Säure-Basen-Ungleichgewicht

Der Hormonhaushalt ist immer von vielen verschiedenen Faktoren abhängig (Lebensphase und Alter etc.). Außerdem steht er in engem Zusammenhang mit dem Säure-Basen-Haushalt des gesamten Organismus´. Im Körper liegen unterschiedliche Säuregrade vor. Je nach Bereich oder Organ des Körpers haben diese Werte verschiedene Bedeutungen, da sie verschiedene Funktionen haben. So geben die zum Beispiel Werte der Leber andere Auskünfte über den Zustand als die von Magen und Darm oder Speichel und Muskeln.

Hormone für die Haare

Das DHT (Dihydrotestosteron) ist ein körpereigenes Hormon., welches aus dem ebenfalls körpereigenen Hormon Testosteron gebildet wird. Dies gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Männer sind aufgrund ihrer wesentlich höheren Testosterinproduktion deutlich häufiger von negativen Auswirkungen wie Haarausfall betroffen. Die Umwandlung des Hormons findet im gesamten Körper statt und ist insbesondere für Jungen in der Pubertät auf dem Weg zur Mann sehr wichtig. Deswegen ist bei der Behandlung jungen Männer besondere Vorsicht geboten.

Für die Umwandlung vom einen zum anderen wird das Enzym 5-Alpha-Reduktase benötigt. Der Typ I (5AR1) befindet sich ausschließlich im vorderen Kopfhautbereich. Der Typ II (5AR2) hingegen ist im gesamten Kopfhautbereich vorhanden. Der vordere Bereich weist also beide Typen auf. Der Typ II (5AR2) löst im hinteren Kopfbereich den als Tonsur bekannten lokalen Haarausfall aus.

Die Haarwurzeln werden wie oben beschrieben geschädigt, geschwächt und letztendlich schrumpfen sie. Sie sind also verkümmert, jedoch nicht abgetötet. Ein erneutes Wachstum der Haare an kahlen Stellen kann zum Teil erreicht werden.

Behandlungsmöglichkeiten 

Die Behandlungsmöglichkeiten sind für Frauen und Männer aufgrund ihrer genetischen Ausrichtung unterschiedlich.

Je nach Zustand der Haarfollikel bieten sich Therapien an. Es gibt Medikamente, die den weiteren Haarausfall stoppen können. Hierzu gehören Hormonpräparate. Für Männer gibt es ebenfalls verschreibungspflichtige Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid, welches das DHT hemmt und den Haarausfall verhindert. Mögliche Nebenwirkungen (gegebenenfalls treten Potenzprobleme auf) müssen gegen den Behandlungserfolg abgewogen werden.

Für Frauen sind diese Mittel nicht geeignet. Ihnen helfen unter anderem östrogenhaltige Mittel, die im Haarboden die Wirkung des DHT neutralisieren. Als hormonfreies Behandlungsmittel kommt Minoxidil in Betracht. Auch hier gibt es unterschiedliche Produkte für Männer und Frauen. Minoxidil wird gegen Haarausfall wird handelsüblich unter dem Produktnamen Regaine als Tinktur oder Schaum angeboten. Die Krankenkassen tragen die Kosten hierfür in der Regel nicht.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Wenn Sie von Haarausfall betroffen sind, lassen Sie eine gründliche Diagnose erstellen um die richtige Behandlung zur Heilung zu finden.

Haarausfall Ursachen: Kreisrunder Haarausfall

Haarausfall kann viele Ursachen haben. Und je nach Vorgeschichte oder Ursache zeigt er sich in unterschiedlichen Formen. Auch ist der Beginn und der Verlauf des Haarverlusts von Ursache zu Ursache verschiedener Art.

Ist der Haarausfall eine Nebenwirkung von Medikamenten oder eine Begleiterscheinung einer übergeordneten Krankheit, dann kann man schnell Rückschlüsse auf das Ausgehen oder nicht ausreichend nachwachsende Haarvolumen ziehen. Gibt es diesen Ursache-Wirkung-Zusammenhang nicht, beginnt die Suche nach dem Auslöser. Dann gibt vor allem die Form des Haarausfalls Aufschluss und Hinweise auf mögliche Ursachen. Ein typischer Fall ist der sogenannte „kreisrunde Haarausfall“.

Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall


Alopecia areata – kreisrunder Haarausfall

Der Name ist Programm: Die Alopecia areata – der kreisrunde Haarausfall – tritt als kreisrunde, manchmal auch ovale, klar abgegrenzte kahle Fläche auf. Oft ist es nur eine haarlose Stelle, die man plötzlich am Hinterkopf oder an der Seite unter dem Deckhaar findet. Manchmal treten gleich mehrere haarlose Inseln an verschiedenen Stellen zu Tage. Liegt der kreisrunde Haarausfall unter dem ansonsten normal weiter wachsenden Haarkleid, fällt es häufig gar nicht sofort auf. Da er in der Regel keine Schmerzen oder Beschwerden verursacht, kann er sich erst einmal unbemerkt entwickeln. Es gibt Fälle von kreisrundem Haarausfall, der sich durch Entzündungen oder Juckreiz bemerkbar macht.

Ursachen für kreisrunden Haarausfall

Auf der Suche nach dem Auslöser für den kreisrunden Haarausfall ist es hilfreich, sich sein Umfeld und insbesondere die eigene Lebenssituation in allen Aspekten genau anzuschauen. Häufig liegen die Ursachen für diese Form des Haarausfalls auf mehreren überlappenden Ebenen. Und der Auslöser steckt oftmals hinter einer Symptomatik, den man nicht auf Anhieb mit dem Haarverlust in Verbindung bringt. Es gibt vier große Felder, auf denen die Ursachen für kreisrunden Haarausfall gesucht werden:

  • Psychische Konstellation

Der kreisrunde Haarausfall setzt sehr oft nach besonderen psychischen Belastungen oder Extremsituationen ein. Dies können zum Beispiel plötzliche Ereignisse wie ein schwerer Unfall, der unerwartete Tod einer nahe stehenden Person oder der Verlust einer Arbeitsstelle sein. Aber auch viele andere Geschehnisse, die eine exponierte belastende Bedeutung im Leben darstellen, können der Grund für den kreisrunden Haarausfall sein.

Eine umfassende Diagnose der psychischen Stabilität ist nicht unbedingt erforderlich, kann aber in schweren oder chronischen Fällen in Betracht kommen. Auf jeden Fall hilft ein Status-Quo-Blick auf die eigene Verfassung, bei der auch interimsweise ein Arzt oder Heilmediziner hilfreich sein können. Entspannung und sportliche Aktivität bieten zudem gute Möglichkeiten, zur inneren Ruhe zurückzufinden.

  • Vergiftungserscheinungen

Der kreisrunde Haarausfall kann Folge einer schleichenden, nicht erkannten Vergiftung sein. Die Vergiftung hat dann nicht adhoc durch ein soiltäres Ereignis (wie zum Beispiel bei einem Unfall, bei dem Gifte ausgetreten sind und eingeatmet wurden) stattgefunden, sondern sich langsam über einen längeren Zeitraum hin im Körper manifestiert und tritt nun sichtbar durch den Haarausfall als ein Symptom zu Tage. Diese Form einer schleichenden Vergiftung hat sehr häufig zahnmedizinische Hintergründe, da die giftigen Substanzen wie Amalgam und Quecksilber – um nur einige zu nennen – , die als Bestandteile in den Zahnfüllungen zu finden sind, sich im Laufe der Zeit abreiben und in den Kreislauf des Körpers einfließen. Es tritt dann eine zunehmende Belastung durch die Schwermetalle auf, die in jedem Fall behandelt werden sollte. Zum einen sollten die entsprechenden Zahnfüllungen ersetzt werden, zum anderen sollte eine schonende Therapie zum Abbau der Gifte im Körper in Frage kommen.

  • Autoimmunreaktion

Der kreisrunde Haarausfall wird häufig als Autoimmunkrankheit angesehen. Eine Autoimmunnreaktion verursacht, dass körpereigene Zellen gegen andere körpereigene Zellen „vorgehen“ (zum Beispiel die Haarfollikel). Die betroffenen Zellen werden angegriffen, weil sie nicht mehr als körperzugehörig erkannt werden. Wird dies berechtigter Weise angenommen, stehen Untersuchungen an, die Belege dafür liefern können.

  • Mangelerscheinungen durch Ernährungsfehler

Der kreisrunde Haarausfall kann unter Umständen auch eine ernährungsbedingte Folge sein. In den meisten Fällen stellt dann zwar eher ein allgemeiner diffuser Haarausfall ein, es ist jedoch auch bei kreisrundem Haarausfall ein Augenmerk auf die Ausgewogenheit der Ernährung mit ausreichenden Vitaminen und Mineralstoffen zu achten, damit die Haarwurzeln mit allem versorgt sind, was sie zu einem gesunden Wachstum benötigen. Ein Stichwort bei der Ernährung im Hinblick auf gesunde Haare ist auch der Säurehaushalt. Eine säurearme Ernährung fördert den allgemeinen Gesundheitszustand und hilft, einem bereits entstandenen Haarausfall bei der Heilung und das neue Haarwachstum zu unterstützen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haarausfall Ursachen: Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein Organ mit wichtigen Funktionen für den Energiestoffwechsel und das Wachstum in kleinen Bereichen und im gesamten Organismus des Körpers. Sie besteht aus einem rechten und einem linken Lappen, die beide durch einen Streifen miteinander verbunden sind. Diese Bestandteile bilden die Form eines Schmetterlings und liegen direkt vor der Luftröhre unter dem Schildknorpel.

Die Schilddrüse bildet unter anderem die Hormone Thyroxin (Tetraiodthyronin, T4) und Triiodthyronin (T3), die lebensnotwendig für den Menschen sind. Bei Neugeborenen sind die Hormone äußerst wichtig für die Entwicklung des gesamten Organismus und bei Erwachsenen werden unter anderem nahezu alle Organe von ihnen beeinflusst.

Haarausfall bei einem Mann

Haarausfall bei einem Mann


Störung der Schilddrüsenfunktion

Die Schilddrüse kann an einer Über- oder einer Unterfunktion erkranken. Aufgrund ihrer besonderen Funktionen für den Gesamtorganismus können Störungen der Schilddrüse zu Problemen und Symptomen in nahezu allen organischen Systemen zur Folge haben. Diese können sich Magen-Darmbereich, in den Nerven wie auch in der Psyche sowie im Herz-Kreislauf- und Stoffwechselsystem, bei der Haut, in den Muskeln und im Knochensystem zeigen. Außerdem kann die Sexualität in Mitleidenschaft gezogen werden. Gerade eine Schilddrüsenunterfunktion kann ursächlich für viele Erkrankungen sein.

Frühes Symptom: diffuser Haarausfall

Ein frühes und in der Regel schmerzloses Symptom bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist Haarausfall. Insbesondere bei Frauen hat die unterfunktionale Störung des Organs Haarausfall zur Folge. Die Haare werden fein und dünner, sie neigen zur Trockenheit und bilden eine rauhe Oberfläche, sind nicht mehr fettend und gehen vermehrt aus. Der Haarausfall ist diffus und erstreckt sich meistens über den gesamten Kopf.

Untersuchung und Behandlung

Beim Menschen kann die Schilddrüse im ersten Schritt durch Abtasten und im weiteren durch Ultraschall untersucht werden. Hat sich bereits ein so genannter Kropf (Struma) gebildet, ist dies mit dem bloßen Auge sichtbar.

Für weitere differenzierte Diagnosen werden Blutuntersuchungen durchgeführt und es werden die Szintigrafie oder auch Tomografien angewendet. Diese Untersuchungen geben Aufschluss über die Art der Störung, die im Bereich des Jodmangels, der Schilddrüsenautonomie, einer Entzündung oder der Bildung eines Karzinoms liegen können. Je nach Untersuchungsergebnis und Gesamtzustand des Betroffenen wird mit der Therapie begonnen. Eine Schilddrüsenstörungen (Über- wie Unterfunktion) muss ärztlich behandelt werden.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haarausfall Ursachen: Extremer Haarausfall

Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall. Gehen einem plötzlich die Haare in starkem Umfang aus, dann machen sich schnell Ängste und Verzweiflung breit. Die Suche nach dem Grund für den plötzlich einsetzenden und extremen Haarausfall kann umständlich sein und große Ratlosigkeit mit sich bringen.

Für eine umfassende und richtige Diagnose gilt es, Zusammenhänge zu erkennen und richtig zu deuten. Je nach Lebensphase, Alter und Geschlecht gibt es verschiedene Bereiche, in denen die Ursachen für einen extremen Haarausfall zu finden sind. Bevor man einen Hautarzt aufsucht, kann man auch selbst einige Zusammenhänge erkennen. Dafür ist es wichtig, dass man die aktuelle Lebenssituation genau betrachtet und seinen Blick auch in die jüngste Vergangenheit lenkt. Häufig finden sich hier schon Anhaltspunkte, die die Vorgeschichte für den extremen Haarausfall sein können.

Hormonell bedingter Haarausfall

Hormonell bedingter Haarausfall


Vom Symptom zur Ursache

Gab es in der Zeit vor Beginn des Haarausfalls bedeutende Ereignisse oder lagen andere Erkrankungen vor, kann der Haarausfall eine verspätete Reaktion sein. Pro Tag verliert der gesunde Mensch je nach Typ zwischen 50 bis 100 Haare. Und es wachsen im natürlichen Gleichgewicht entsprechend neue Haare nach. Bis sich ein extremer Haarausfall bemerkbar macht, muss im Vorwege eine Störung des Wachstumszyklus stattgefunden haben. Bei Einflüssen von außen wie zum Beispiel der Einnahme von Medikamenten oder der Zufuhr von körperfremden Substanzen kann das natürliche Gleichgewicht des Haarwechsels auch abrupt beeinflusst sein. Folgende Ereignisse können Ursache für einen plötzlich einsetzenden extremen Haarausfall gewesen sein:

  • Bestrahlung
  • Diäten und Ernährung
  • Erblich bedingter Haarausfall
  • Folge von Allgemeinerkrankungen (Typhus, Syphilis, Furunkulose, Stoffwechselstörungen u.a.)
  • Hormonschwankungen durch Antibabypille, Schwangerschaft,Wechseljahre
  • Medikamenten-Nebenwirkungen von z.B. Chemotherapeutika, Beta-Blocker, Blutgerinnungshemmer, Schilddrüsen-Medikamente uvam
  • Psychische Belastungen wie z.B. Depressionen, Stress, Trauer
  • Schilddrüsenerkrankung
  • Vergiftungen durch Insektenvernichtungsmittel, Farben und Lacke, Kleber und Lösungsmittel, Medikamente, Schwermetalle, Zahnfüllungen

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Wenn Sie von Haarausfall betroffen sind, lassen Sie eine gründliche Diagnose erstellen um die richtige Behandlung zur Heilung zu finden.

Haarausfall Ursachen: Diffuser Haarausfall

Haarausfall kann viele Ursachen haben. Und je nach Vorgeschichte oder Ursache zeigt er sich in unterschiedlichen Formen. Auch ist der Beginn und der Verlauf des Haarverlusts von Ursache zu Ursache verschiedener Art.

Ist der Haarausfall eine Nebenwirkung von Medikamenten oder eine Begleiterscheinung einer übergeordneten Krankheit, dann kann man schnell Rückschlüsse auf das Ausgehen oder nicht ausreichend nachwachsende Haarvolumen ziehen. Gibt es diesen Ursache-Wirkung-Zusammenhang nicht, beginnt die Suche nach dem Auslöser. Dann gibt vor allem die Form des Haarausfalls Aufschluss und Hinweise auf mögliche Ursachen. Ein typischer Fall ist der sogenannte „Haarausfall“.

Haarausfall in der Bürste

Haarausfall in der Bürste

Diffuser Haarausfall

Manchmal kommt er schleichend langsam und bei anderen setzt er plötzlich ein: Der diffuse Haarausfall, bei dem insgesamt und relativ gleichmäßig mehr Haare ausgehen als im gleichen Wachstumsrhythmus Haare nachwachsen. Das Ergebnis ist bald deutlich sichtbar und der Betroffene hat schon längst bemerkt, dass in der Bürste und auf dem Kopfkissen immer mehr Haare als zuvor zurückbleiben.

Ursachen für diffusen Haarausfall

Auf der Suche nach dem Auslöser für den diffusen Haarausfall ist es hilfreich, sich sein Umfeld und insbesondere die eigene Lebenssituation in allen Aspekten genau anzuschauen. Häufig liegen die Ursachen für diese Form des Haarausfalls auf mehreren überlappenden Ebenen. Und der Auslöser steckt oftmals hinter einer Symptomatik, den man nicht auf Anhieb mit dem Haarverlust in Verbindung bringt.

Folgende Ursachen können einen plötzlichen diffusen Haarausfall verursacht haben:

  • Nebenwirkung von Medikamenten
  • Symptom einer Primärerkrankung
  • Starke Belastungssituation im Privat- oder Berufsleben
  • Vergiftungen durch zum Beispiel Zahnfüllungen, Lacke und Kleber, Pestizide
  • Erkrankungen einzelner Organe
  • Stoffwechselerkrankungen (Schilddrüse, Diabetes)
  • Hormonelle Schwankungen zum Beispiel in der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren
  • Falsche Haarpflege und häufiges Färben mit chemischen Substanzen
  • Ernährungsfehler zum Beispiel durch radikale Diäten oder Fastenzeiten

Der Sache auf den Grund gehen

Um den Grund für den diffusen Haarausfall zu finden, ist eine umfassende Diagnose notwendig. Je nach Gesamtbild der körperlichen Verfassung werden durch allgemeine und gezielte Untersuchungen die Ursachen oder Auslöser für den Haarausfall gefunden bzw. andere Erkrankungen werden ausgeschlossen. Das Ausschlussprinzip kann sich zwar langwierig gestalten, es bietet aber Kenntnis und Sicherheit darüber, dass keine andere, möglicherweise schwerwiegende Erkrankung vorliegt.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.