Haartransplantation: Probleme

Eine Haartransplantation verhilft zu vollem Haar

Eine Haartransplantation verhilft zu vollem Haar


Der Grund für eine Haartransplantation ist der Wunsch nach ästhetischer Verbesserung. Denn medizinisch notwendig bzw lebensnotwendig sind die meisten Haartransplantationen nicht.

Die Bewertung des Ergebnisses einer Behandlung erfolgt demnach in erster Linie nach ästhetischen Gesichtpunkten. In der Regel geht es um eine Haartransplantation auf dem Kopf. Das Ziel ist eine Auffüllung des Schopfes mit Haaren um ein natürlich aussehendes Haargesamtbild zu bekommen. Die Erwartung an das Ergebnis ist groß und möchte möglichst nicht enttäuscht werden.

Es gibt wie überall auch bei Haartransplantationen die – wenn auch geringe – Gefahr, dass es zu Komplikationen kommt. Neben den Risiken, dass es zu medizinischen Problemen kommt, besteht die Möglichkeit, dass man mit dem optischen Ergebnis der Behandlung nicht zufrieden ist.

Umso wichtiger ist es, sich für die Behandlung in erfahrene und fachkundige Hände zu begeben und von einer Schnäppchenlösung abzusehen.

Unter anderem folgende optische Probleme können nach einer Haartransplantation auftreten:

  • Haarwachstum bleibt aus

Das transplantierte Haar wurde beim Einsetzen verletzt. Es wird dadurch nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt und kann infolge dessen nicht wachsen.

  • Haaranordnung zu dicht

Sind zu viele Haare nebeneinander, dicht an dicht, eingesetzt worden, sieht das nicht besonders natürlich aus. Insbesondere am Haaransatz fällt ein zu konstruiertes Haarreihenbild als unnatürlich auf.

  • Haarwuchs verläuft falsch

Haarfollikel folgen einer Richtung beim Wachsen. Wird auf diese Wuchsrichtung beim Einsetzen nicht geachtet, kommt es zu einem „ungeordnetem“ Wachstum. Für die Frisurwahl und das tägliche Frisieren wird es tricky.

  • Haaranordnung in Büscheln

Werden die transplantierten Haare ungleichmäßig in die zuvor kahlen Stellen eingesetzt, kommt es in der Regel zu einem büschelweisen Wachstum. Die gesamte Haardecke weist dann dickere und lichtere Stellen auf.

Neben den ästhetischen können in Einzelfällen auch andere Probleme auftauchen:

  • Heilungsprozess verläuft schlecht

Sollten nach der Haartransplantation Probleme im Heilungsprozess auftreten, konsultieren Sie Ihren Arzt. Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen oder eine weitere Untersuchung und Beratung in Anspruch zu nehmen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haartransplantation: Kosten

Die Kosten, die bei einer Haartransplantation anfallen, richten sich nach Methode und Umfang der Behandlung. Dabei ist die Anzahl der Transplantate ausschlaggebend.

Die Kosten für eine Haartransplantation werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen

Die Kosten für eine Haartransplantation werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen


Die Methoden sind zudem unterschiedlich aufwändig. Die Follicular Unit Extraction ist aufgrund der Einzelentnahmen und der Zwischenlagerungszeit eine zeitintensive Behandlung.

Eine Haartransplantation ist eine individuelle Behandlung, die nicht standarisiert betrachtet werden kann. Nicht die Größe der kahlen Fläche ist entscheidend, sondern die gewählte Behandlungsmethode und der Bedarf an Transplantaten. Außerdem wird das Gesamtbild der zu behandelnden Zone und des benachbarten Umfelds betrachtet. Die Dichte der noch vorhandenen Haare um die kahlen Stellen herum, spielen ebenso eine Rolle bei der Konzeption für die Haartransplantation.

Für einen Kostenvoranschlag werden verschiedene Daten berücksichtigt. Für die Berechnung muss Kenntnis darüber bestehen, wie hoch die Anzahl der Transplantate ausfällt.

All-Inclusive?

Einige Kliniken im Ausland (zum Beispiel Haartransplantationen in der Türkei und anderen Ländern) bieten Haartransplantationen als Komplettpaket an. Die Urlaubsländer werben gerne mit Schnäppchenpreisen und einem sogenannten All-Inclusive-Service. Dazu gehören dann Unterbringung in einem Hotel, Verpflegung und natürlich die Behandlung. Diese Anbieter bieten in der Regel Festpreise an. Man kennt diese Angebote unter anderem auch aus zahnmedizinischen Behandlungen im Ausland.

Wer sich für eine Haartransplantation entscheidet, soll nicht nur gut überlegen, wem er sein Geld gibt, sondern auch, wem er sein Vertrauen schenkt. Was man sich vor Augen halten muss: Eine Haartransplantation ist ein medizinischer Eingriff. Es kann unter Umständen zu Komplikationen können. Das Ergebnis der Behandlung ist von Fachkundigkeit und Qualität abhängig. Und nicht zu vergessen: Der Grund für eine Haartransplantation ist der Wunsch nach einer verbesserten Ästhetik. Das Ergebnis der Behandlung – auch einer billigen – trägt man hinterher sichtbar mit sich herum.

Sicher gibt es viele gute Fachleute auch auf diesem Gebiet. Ganz gleich, ob Ihre Haartransplantation vor Ort oder in der Ferne stattfinden soll: Prüfen Sie die Angebote der verschiedenen Anbieter für Haartransplantationen ganz genau. Es geht um Ihr Haupt und darum, dass nachher aus All-Inclusive nicht nur All-in-Frust wird.

Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse

Die Kosten für eine Haartransplantation werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen, da es sich meistens um eine kosmetische Behandlung handelt.

Dies ist nicht immer richtig. Opfer von Brandverletzungen und Unfällen oder an schweren Krankheiten Leidende sind nachhaltig seelisch und sozial beeinträchtigt. Es kann zu weiteren Erkrankungen und Beschwerden kommen, die dann gegebenenfalls eine medizinisch notwendige Haartransplantation begründen können.

 

Haartransplantation: Vorbereitung und Heilungsverlauf

Eine Haartransplantation ist ein medizinischer Eingriff. Die Operation findet in der Regel unter einer lokalen Betäubung statt. Wie bei jedem Eingriff in den Körper gibt es einige Dinge, die zu beachten sind. Das gilt für die Zeit vor, während und nach der Haartransplantation.

Nachfolgend finden Sie einige wichtige Verhaltensregeln und Empfehlungen, die Ihnen helfen, Ihre Haartransplantation gut vorbereitet zu durchlaufen.

Vor der Haartransplantation

    Nachwachsende Haare

    Nachwachsende Haare

  • Vermeiden Sie den Genuss von Coffein (Kaffee, Cola, Energiedrinks) am Tag der Operation.
  • Der Genuss von Alkohol soll mindestens drei Tage zurückliegen. (Alkohol ist in der Regel erst nach 72 Stunden vollständig aus dem Körper ausgeschieden)
  • Nehmen Sie keine Blut verdünnenden Medikamente ein. (dazu gehört auch Aspirin)
  • Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten ist dem Operateur bekannt zu geben. (Neben- und Wechselwirkungen!)
  • Setzen Sie Benutzung von Haarwuchs fördernden Mitteln vor der Behandlung ab.
  • Fragen Sie Ihren Arzt alles, was Sie wissen möchten
  • Tragen Sie lockere Kleidung am Tag des Eingriffs. (macht das Ausziehen über den Kopf einfacher, ist für die lange Behandlungszeit bequemer)
  • Nehmen Sie sich eine weiche Mütze für die Zeit nach der Operation mit

Nach der Haartransplantation

  • Nehmen Sie Schmerzmittel und Antibiotika gegen Folgeerscheinungen des Eingriffes nach Empfehlung Ihres Arztes.
  • Verzichten Sie auf sportliche und andere körperliche Aktivitäten nach dem Eingriff bis zum Ende der ersten Woche.
  • Für die Haarwäsche verwenden Sie schonende Shampoos und vermeiden Sie starke Reizungen der Kopfhaut.
  • Vermeiden Sie Kratzen, wenn die Kopfhaut auf die Reizungen durch die Operation im Heilungsprozess mit Jucken reagiert.
  • Schützen Sie Ihre Kopfhaut am Anfang vor Sonneneinstrahlung.
  • Verzichten Sie auf den Besuch im Sonnenstudio. Auch Saunen sollte vermieden werden.

Heilungsverlauf nach der Haartransplantation

Die Haartransplantation ist eine Operation an der Kopfhaut und dem obersten Gewebe. Je nach angewendeter Methode werden für die Implantierung der Grafts verschiedene medizinische Werkzeuge verwendet. Die Haut und das Gewebe werden durch die Bestecke beansprucht. Folgender Ablauf ist richtungsgebend für den Heilungsverlauf des Eingriffs:

Erste Tage bis eine Woche

  • Es entstehen kleine rote Verkrustungen, die nach wenigen Tagen abfallen
  • Es bildet sich eine leichte Schwellung, die von selbst abklingt
  • Es kann zu Kopf- oder Spannungsschmerzen durch die mechanische Reizung kommen (erkundigen Sie sich nach den richtigen Schmerzmittel für diese Zeit)

Ab dem 10. Tag

  • Die Verkrustungen sind fast vollständig abgefallen
  • Rötungen und Schwellungen haben sich zurückgebildet

Ab der 3. bis zur 7. Woche

  • Die implantierten Haare fallen aufgrund einer zeitlich begrenzten Mangelversorgung mit Sauerstoff aus. Hintergrund ist der natürliche Zyklus unter dem das Haarwachstum verläuft. Hier gehen die Haare in die normale Ruhephase.

Ab dem 4. Monat

  • Das neue Haarwachstum setzt ein (anfangs noch sehr fein und individuell unterschiedlich)

Ab dem 6. Monat bis zum 10. Monat

  • Nahezu alle implantierten Haare sind in der Wachstumsphase
  • Die Haare sind jetzt kräftiger, haben eine gute Stärke
  • Die Verbesserung und Stabilisierung nimmt sichtbar und spürbar zu

Bis zum 12. Monat

  • Nach Ablauf eines Jahres ist der Prozess in der Regel abgeschlossen.

Individuelle Abweichungen im Heilungsverlauf und dem neu beginnenden Haarwachstum sind möglich. Diese können sich sowohl als etwas schnellerer oder langsamerer Prozess bemerkbar machen.

 

Haartransplantation: Erfahrungen

Eine Haartransplantation verhilft zu vollem Haar

Eine Haartransplantation verhilft zu vollem Haar

Eine Haartransplantation ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Je nach Vorgeschichte und Ursache für den Haarverlust ist der Betroffene durch seinen persönlichen Weg und die damit verbundenen Erfahrungen geprägt.

Jeder, der sich für eine Eigenhaartransplantation entschieden hat, hat für sich persönlich das Für und Wider vorher abgewägt. Was vielleicht alle Haartransplantierten gemeinsam haben, ist wohl der Druck, den sie vor der Entscheidung für eine Transplantation verspürt haben.

Trotzdem macht jeder seine eigenen Erfahrungen und kann dem anderen natürlich keine Entscheidungen abnehmen oder ihn von Erlebnissen befreien.

Es ist aber immer hilfreich, sich die Erfahrungen anderer anzuhören, die möglicherweise helfen, für sich selbst eine größere Klarheit zu bekommen. Auf jeden Fall macht die Lektüre von Erfahrungsberichten zum Thema Haartransplantation nicht dümmer. Man erhält vielleicht den einen oder anderen hilfreichen Hinweis, der auch für die eigene Behandlung wichtig sein kann.

Über folgende Erfahrungen berichten Patienten, die eine Haartransplantation haben durchführen lassen:

Psychische Auswirkungen nach einer Haartransplantation

  • Wiederaufbau des Selbstwertgefühls
  • Anfängliche Unsicherheiten aufgrund des andauernden Heilungs- und Wachstumsprozesses
  • Zufriedenheit mit dem optischen Ergebnis
  • Zurückerlangung der psychischen Stabilität
  • Neue Lust am Kontakt mit dem anderen Geschlecht

Körperliches Befinden

  • Kopfschmerzen (direkt nach der Behandlung, abklingend nach wenigen Tagen)
  • Keine Schmerzen und Komplikationen, aber Spannungsgefühl an den Spender- und den Einsatzstellen

Allgemeine Berichtsthemen

  • relativ lange Behandlungsdauer (Zum Beispiel 14 Stunden in zwei Sitzungen für das Einsetzen von 1.600 Grafts)
  • Pflege der Kopfhaut nach der Behandlung?
  • Haarmittel zur Unterstützung des Wachstums? -> Ja, unterstützend und präventiv
  • Ab wann darf man die Haare schneiden lassen? -> Nach ca. 3 Wochen
  • Benutzung von Mützen und Helm schädlich?
  • Braucht man Medikamente nach einer Haartransplantation? -> Nein, aber manche Lösungen beschleunigen den Wachstumsprozess
  • Allgemeiner Umgang mit Haaren

 

Haartransplantation

Über 20 Millionen Menschen sind in Deutschland von Haarausfall betroffen. Ganz unabhängig davon, ob die Haare altersbedingt oder aufgrund einer Erkrankung ausgegangen sind, bedeutet der Haarverlust für viele auch den Verlust von Attraktivität. Langes und kräftiges Haar werden immer noch verbunden mit Vitalität und Fruchtbarkeit.

Bei vielen gilt der Verlust der Haare oder gar eine Glatzenbildung hingegen als Zeichen von Alter, Schwäche und wird eher als unattraktiv empfunden.

Selbstbewusst mit Glatze

Selbstbewusst mit Glatze


Haare sind Hauptsache

Einige Menschen können sich mit einem Leben ohne Kopfhaar anfreunden. Viele Männer arrangieren sich und tragen selbstbewusst kein Haar. Manche rasieren sich auch die restlich verbliebenen Haare und entwickeln ihren eigenen optischen Stil lieber ganz ohne Haare als mit dem verbliebenen schütteren Restbestand durch die Welt zu laufen.

Bei Frauen kommt es zwar sehr viel seltener zu einer Glatzenbildung, aber sie haben es im Fall der Fälle aufgrund der gesellschaftlichen Normen und Erwartungen doch ungleich schwerer zu ihrem schütteren Schopf oder gar gänzlich haarlosen Kopf zu stehen.

Wenn man seine Haare vermisst

Wer sich mit dem Haarverlust nicht abfinden möchte, dem bietet eine Haartransplantation die Möglichkeit wieder Haare auf dem Kopf zu tragen. Bei einer Haartransplantation werden Haare verpflanzt. Dies geschieht mit einzelnen Haaren, mittels kleinster Haarbüschel (die sogenannten Grafts) oder mit längeren Hautstreifen mit Haaren.

Eine Haartransplantation ist in der Regel eine kosmetische Angelegenheit. Schließlich sind die Haare auf dem Kopf nicht lebensnotwendig. Oft liegen psychische Belastungen durch den sozialen Druck und eigene Idealvorstellungen bei Menschen, die starken Haarverlust erlitten haben, vor. Dadurch ergibt sich dann gegebenenfalls eine medizinische Indikation für eine Haartransplantation.

Verschiedene Alopezie-Folgen können mit einer Haartransplantation behoben werden. Es muss sich jedoch nicht immer um das Kopfhaar bei einer Transplantation handeln. Aber auch Augenbrauen und Bartpartien können für eine Behandlung in Betracht kommen. Letztere zum Beispiel nach einer Operation einer Hasenscharte. Auch Opfer von Brandverletzungen können je nach Befund Bedarf an Haartransplantationen haben. Außerdem gibt es Menschen, die eine Haarauffüllung im Schambereich für notwendig erachten.

Haare beschäftigen den Menschen seit Jahrhunderten

Laut Überlieferung wurden bereits im 18. Jahrhundert Haarversetzungen bei Menschen und Tieren durchgeführt. Lange Zeit blieben die Methoden und Erfolge relativ unbedeutend. Erst im Laufe der beginnenden Weiterentwicklung der chirurgischen Methoden konnten auch für die Haartransplantation neue Wege eingeschlagen werden. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Techniken erweitert und verfeinert. Heute gibt es verschiedene Methoden, die je nach Umfang der zu transplantierenden Haare und der individuellen Beschaffenheit der Kopfhaut angewendet werden.

Methoden der Haartransplantation

  • Punch

… ist die älteste Methode bei der Behandlung gegen Haarverlust mittels einer Haartransplantation. Sie wurde 1939 erstmals nachweislich von Dr. Okuda dokumentiert. Die Ergebnisse waren für heutige Maßstäbe haarsträubend, denn die implantierten Haare waren oft stark gebündelt und in den Bündeln deutlich abgesetzt und konzentriert. Aufgrund des struppigen, auf einzelne Felder bezogene (und nicht gleichmäßig kopfbedeckende) Aussehens des Haarnachwuchses hat sich das Ergebnisbild der Punchmethode den saloppen Namen „Klobürste“ eingebracht.

  • Streifen und Einsetzung mit Mini/Micrografts (MMG)

Bei dieser Haartransplantation wird ein behaarter Hautstreifen aus dem bestehenden Haarkranz entnommen. Der Streifen wird in kleine und mittlere Stücke zerschnitten. Diese Hautteile mit einzelnen Haaren oder einer Gruppierung aus mehreren Haaren bezeichnet man als Mini- und Micrografts. Die Grafts werden an anderer Stelle eingesetzt und sollen sich dort ansiedeln. Die Transplantation wird in der Regel ambulant bei örtlicher Betäubung durchgeführt.

  • Streifenentnahme und Einsetzung mit follikularen Einheiten (FUI)

Bei der FUI-Methode werden ebenfalls behaarte Hautstreifen aus dem bestehenden Haarkranz entnommen. Anschließend wird der Streifen in seine follikularen kleinsten Einheiten aufgegliedert und in die ausgewählten Stellen eingesetzt.

  • Follikular Unit Extraction (FUE)

Die FUE ist eine fortschrittliche Methode zur Haarimplantierung. Bei der Follicular Unit Extraction werden follikulare Einheiten gewonnen. Dazu werden die Einheiten der Kopfhaut entnommen und nach einer Zwischenlagerung in einer Nährlösung dann an ausgewählten kahlen Stellen implantiert.

Das besondere ist, dass die Haare in natürlichen Bündelungen wachsen. Es können mittels der FUE auch Körperhaare transplantiert werden.

  • Follikular Unit Transplantation (FUT)

Die FUT ist eine Methode in der Haartransplantation, die in den vergangenen Jahrzehnten Anwendung fand und als Vorreiter für weitere fortschrittliche Entwicklungen in der Behandlung von Haarersatz durch Implantation gekennzeichnet ist. Bei der Follikular Unit Transplantation werden Hautstreifen dem Hinterkopf entnommen. Haare wachsen in Gruppen (Follikel Units) zu 1, 2, 3, 4 und selten auch 5. Diese Erkenntnis wird bei der FUT umgesetzt und angewendet.

Die Haarwurzeln am Hinterkopf bestehen zu ca 10% aus 1er Follikel Units (FU) – zu 60% aus 2er FU – und zu 30% aus 3er und 4er FUs. Das ist optimal geeignet um mittels Transplantation an neuer Stelle wachstumsreich eingesetzt zu werden. Die Grafts werden präpariert und in Gruppen sortiert.

Während der Zwischenlagerung werden sie in einer Nährlösung zur Erhaltung der Vitalität und Immunisierung gegen Wachstumsstörungen aufbewahrt. Die Anordnung beim punktgenauen Einsetzen der Grafts ergibt eine natürliche Haarausrichtung. Die Haarlinie und die Dichte werden dem ursprünglichen Haarbild angepasst.

– Intermittent Follicle Unit Extraction (I-FUE)

Die I-FUE ist die aktuell schonendste Methode für eine Haartransplantation. Im Vorwege der Behandlung wird eine komplette Anamnese der haarbezogenen Familiengeschichte erstellt und mittels einer Software die Anzahl der benötigten Transplantate ermittelt. Die Intermittent Follicle Unit Extraction arbeitet ohne Skalpell, wodurch die Entstehung von Narben und die sonst auftretenden Wundheilungsschmerzen weitestgehend vermieden werden.

Die I-FUE arbeitet zusätzlich mit körpereigenen Wachsstumfaktoren des Patienten, die vor Behandlungsbeginn aus seinem Blut gewonnen werden. Diese Wachsstumssubstanzen werden zusammen mit Nährstoffen einem Plasma beigefügt, das zum einen die Haarfollikel versorgt und nach Implantation die Annahme und Einheilung der Transplantate positiv begünstigen. Das Resultat ist eine außerordentlich hohe Anwachsrate.

Mit der I-FUE-Methode können Kopfhaare bei kleinen Geheimratsecken, Augenbrauen, Wimpern, kreisrunden Kahlstellen und auch bei großflächigem Haarausfall behandelt werden.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine fachärztliche Beratung. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie sich ernsthaft mit einer Haartransplantation beschäftigen.