Haarausfall Ursachen: Darmflora

Der Darm des Menschen ist ein Hochleistungswerk. In diesem von Bakterien beherrschten Ökosystem geht es munter zu, was insbesondere für die Verdauung von Nahrungsbestandteilen, der Versorgung mit Vitaminen und Energie und unter anderem auch für die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren wichtig ist.
Das Gleichgewicht des Mikroorganismus Darm ist für die Gesundheit äußerst entscheidend. Umgangsprachlich spricht man auch von der inneren Haut, die ihr Abbild in der äußeren Haut findet. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass die Darmzotten übergeordnet in Verbindung mit den Haarfollikel stehen und sich der Zustand des Darms auf der Kopfhaut ablesen lässt.

Weibliche Anatomie mit markiertem Darm

Weibliche Anatomie mit markiertem Darm


Das Haar hängt am Darm

Der Darm hat auch Stoffwechselaufgaben, die auf den gesamten Organismus wirken. So auch auf Haut und Haare. Ist die Darmfunktion gestört, kann sich dies unmittelbar im Haarbild bemerkbar machen, weil sich durch die Störung Mangelerscheinungen bilden.

Der Organismus arbeitet in Krisenzeiten immer sehr wirtschaftlich. Es werden die Regionen versorgt, die lebensnotwendig sind. Dazu gehören die Haare und der Haarboden aber nicht. Vorrang haben die Organe und Bereiche, die das Überleben und Gesunden sicherstellen.

Durch die entstehende Unter- oder Mangelversorgung mit Vitaminen, Nährstoffen und Stoffwechselwirkungen erleiden die Haare und Haarwurzeln Mangel und reagieren häufig mit Haarausfall.

Anzeichen für eine Darmstörung können Blähungen, Durchfälle oder Verstopfungen sein. Aber nicht jede Unregelmäßigkeit der Darmfunktion wirkt sich gleich spürbar aus.

Mittel für eine gesunde Darmflora

Um die Darmfunktionen aufrecht zu erhalten, achtet man bei der Ernährung auf vitamin- und nährstoffreiche Kost mit ausreichend Ballaststoffen. Besonders scharfe Zutaten sollten vermieden werden, ebenso wie der Genuss von Alkohol, Nikotin und Koffein. Für ausreichend Wasserzufuhr ist der gesamte Körper dankbar, der Darm auch.  Und im Zirkelschluss dann auch die Haare, wenn Sie mit einem gesunden Darm einem Haarausfall vorbeugen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

 

Haarausfall Ursachen: Färben und Dauerwellen

Schönes Haar ist nicht jedem gegeben und das Diktat der Haarmode setzt insbesondere Frauen oft unter Druck. Für das eigene Idealbild wird gefärbt, gelockt, geplättet, gesträhnt und im schlechtesten Fall werden Haare gelassen.

Denn mit Haaren kann man zwar vieles anstellen, aber eben nicht immer ungestraft. Zudem sind die Haare von Mensch zu Mensch unterschiedlich und sie verändern im Laufe des Lebens auch mehrfach ihre Struktur und ihre Bedürfnisse.

Rot gefärbte Haare

Rot gefärbte Haare

Mit Chemie schöner?

Sicher kommt es nicht gleich zu Haarausfall, wenn man seine Haare färbt oder sich den Traum von der Lockenmähne erfüllt. Für die Haare bedeuten die chemischen Behandlungen aber eine Strukturveränderung, die auch Schäden hinterlassen kann.

Beim Färben und Dauerwellen werden die gesunden Haare mittels verschiedener Chemikalien „geöffnet“ damit die Substanzen die Farbe ablagern können oder die Haarstruktur verändert werden kann.

Darunter leiden nicht nur die Haare, sondern auch die Kopfhaut, an der sich die empfindlichen Haarfollikel befinden.

Trotzdem schön auch ohne Chemie?

Wer seinem Haar gutes tun möchte, verzichtet auf chemische Behandlungen.

Wenn Farbe gewünscht ist, kann man auf Tönungen zurückgreifen, die sind schonender und gibt es außerdem auch mit pflanzlichen Wirkstoffen. Und nicht zu vergessen: Besonders gepflegte Haare wirken auch besonders schön.

Wer es nicht lassen möchte, der sollte seinen Haaren nach einer chemischen Behandlung auf jeden Fall lange Zeit Ruhe gönnen und nährreiche und pflegende Substanzen zur Stabilisierung anwenden. Das kann innerlich und äußerlich hilfreich sein. So kann man zumindest dem Haarverlust – auch durch Abbrechen – vorbeugen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Urintherapie gegen Haarausfall

Von Urin als Dehnungsmittel von neuen drückenden Leder-Schuhen hat man vielleicht schon einmal gehört. Aber Urin hat innerlich angewendet eine Wirkung, die auch auf das Problem eines Haarausfalls positiv wirken soll. In einigen Naturheilverfahren ist Urin als Heilmittel schon lange bekannt und wird als Eigenurintherapie bei verschiedenen Erkrankungen empfohlen.

Haarausfall bei einem Mann

Haarausfall bei einem Mann

Anwendung von Urin bei Haarausfall

Die alternative Heilmedizin schreibt dem Urin heilende Wirkungen zu, wenn es sich um allergische oder Autoimmunerkrankungen unter anderem mit Entzündungen handelt. Es soll Entzündung hemmend wirken, reinigen und desinfizieren. Im Urin sind Vitamine und Mineralstoffe enthalten sowie Spurenelemente.

Die Zufuhr des Urins kann bei einer Urintherapie unterschiedlich stattfinden. Entweder man trinkt ihn – am besten morgens, da die Konzentration der Stoffe über Nacht eine erhöhte Konzentration erreicht haben, oder man kann ihn durch die Nasenlöcher einschnupfen. Dazu wird mit dem kleinen Finger mehrere Male Urin in die Nasenlöcher gegeben.

Eine weitere Möglichkeit der Urinaufnahme ist das Spritzen, wozu man sich aber mit Injektionen auskennen muss und die entsprechende Ausstattung benötigt.

Gesicherte Erkenntnisse oder Belege für die positive Wirkung von Urin im Allgemeinen und insbesondere auf das Haarwachstum bestehen nicht. Bei der Anwendung von Urin als Heilmittel muss bedacht werden, dass sich im ausgelassenen Urin Bakterien befinden.

Bei der Anwendung gegen Haarausfall wird empfohlen, abgestandenen und luftdicht verschlossenen Urin auf die kahlen Stellen am Kopf aufzutragen.

Bei einigen Therapien wird nicht der eigene Urin, stattdessen aber Urin von zum Beispiel Kühen und Schafen verwendet.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Es liegen wie erwähnt keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Urin als Mittel gegen Haarausfall vor.

Shampoo gegen Haarausfall

Haarausfall kann jeden in jedem Alter treffen. Männer, Frauen und Kinder sind Betroffene von Haarausfall, haben allerdings unterschiedliche Ursachen für den lästigen Haarausfall. Bei Erwachsenen tritt Haarausfall meistens im Laufe der Jahre auf. Aber auch schon in jungen Jahren sind Haarausfälle zu beobachten. Eine gründliche Diagnose auf bestehende Erkrankungen, Mangelernährungen oder Vergiftungserscheinungen ist notwendig um die richtige Behandlung einleiten zu können. Die Pflege von Haar und Kopfhaut sind besonders wichtig, wenn beide schon in Mitleidenschaft gezogen sind.

 Basische Haarpflegemittel bei Haarausfall verwenden

Basische Haarpflegemittel bei Haarausfall verwenden

Was gesunde Haare brauchen

Gesunder Haarwuchs benötigt verschiedene Voraussetzungen. Dazu gehört insbesondere eine gesunde und säurearme Kopfhaut, die über die notwendigen Vitamine und Nährstoffe ausreichend verfügen kann. Eine gesunde Ernährung ist auch Voraussetzung für gesunde und schöne Haare. Es wirken aber auch äußerlich verschiedene Substanzen fördernd auf das Haarwachstum. Im Handel werden eine Reihe an Pflegeprodukten angeboten, die das Haarwachstum beschleunigen sollen.

Haare mögen´s mild

Wer mit einem Haarshampoo den Haarausfall stoppen will, muss bei der Produktwahl auf ein paar wichtige Dinge achten. Bei Haarausfall sind milde, basische Haarpflegemittel zu empfehlen, damit die natürlichen Funktionen der Kopfhaut angeregt werden und neues Haarwachstum gefördert wird. Bei der Wahl des Shampoos sollte bedacht werden, was nötig ist bzw. woran es mangelt, damit das gesunde Gleichgewicht der Kopfhaut wieder hergestellt werden kann.

Shampoos als Arzneimittel

Zu empfehlen sind in erster Linie milde Shampoos, die auf PH-neutraler Basis wirken. Die Substanzen der Shampoos wirken direkt an den relevanten Stellen der Haare und der Kopfhaut. Die Qualität von Shampoos und Kuren sind das A und O bei der Haarpflege um einem bereits entstandenen Haarausfall entgegenzuwirken. Natürliche Wirkstoffe und naturbelassene Substanzen sind zu bevorzugen.

Die meisten chemischen Substanzen sind aggressiv und können die Kopfhaut und die Haarwurzeln eher schädigen. Es gibt eine Auswahl an Anti-Haarausfall-Shampoos, die bereits in Studien und im Labor auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet wurden. Informieren Sie sich im Fachgeschäft oder bei Ihrem Apotheker nach Untersuchungsergebnissen.

Kleine Checkliste vor dem Kauf

Machen Sie sich vor dem Kauf eines Shampoos gegen ihren Haarausfall im Vorwege einige Notizen über Ihre persönliche Situation. Welcher Art ist Ihr Haarausfall: über den gesamten Kopf verbreitet, an einigen Stellen, nur an den Schläfen? Seit wann haben Sie mit Haarausfall zu tun? Ist er plötzlich aufgetreten oder hat er sich schleichend eingestellt? Und denken Sie auch an mögliche Unverträglichkeiten auf bestimmte – auch natürliche – Stoffe. Wenn Sie Kräuterallergien haben, schauen Sie genau auf die Inhaltsstoffe des Shampoos. Bei der Wahl Ihres Pflege-Shampoos nehmen Sie eins, das Sie gerne riechen mögen. Schließlich soll das Shampoo regelmäßig angewendet werden und Ihnen nicht nur Vertrauen geben, sondern auch gefallen.

Haarausfall Ursachen: Antibabypille

Die Antibabypille hat das Leben von Frauen seit Mitte des 20. Jahrhundert in den Industrieländern stark revolutioniert. Die Kontrollmöglichkeit über Schwangerschaften durch die Empfängnisverhütung mit der Pille und eine befreitere Sexualität haben Frauen ein selbst bestimmteres Leben ermöglicht.

Keine Kinder und keine Haare?

Die Antibabypille steht aber immer wieder in der Diskussion, da sie eine ganze Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Durch die verabreichten Hormone wird der Eisprung unterbunden, was sich auch auf das Gleichgewicht des Hormonhaushalts auswirkt.

Zu den Nebenwirkungen zählen zum Beispiel neben Übelkeit und Erbrechen auch Gewichtszunahme, Migräneanfälligkeit, Stimmungsveränderungen Bluthochdruck, Bildung von Thrombose und Störungen der Leber.

Die Antibabypille wird in einigen Fällen eingesetzt um starke Hautakne zu behandeln. Auch hier sind es die verabreichten Hormone, die auf die Hautsubstanz wirken. Die erhöhte Menge an Östrogen im Körper fördert die Heilung
der Haut und wirkt zuerst auch anregend auf das Haarwachstum.

Haarausfall durch die Pille

Haarausfall durch die Pille

Haarausfall durch die Antibabypille

Die Haare sind ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Sie unterliegen wie alles Organische dem Wachstums-Kreislauf. Ihr Wachstum ist abhängig von ausreichend Vitaminen, Nährstoffen, Sauerstoff und von Hormonen.

Wird der Hormonhaushalt durch Zugabe künstlicher Hormone beeinflusst, wirkt sich das auch auf die Haare aus. Das Resultat ist Haarausfall, der sich in Folge der hormonellen Umstellung durch Pille in der Regel nur vorübergehend bemerkbar macht. Nach einigen Monaten sollte sich das Haarwachstum wieder normalisiert haben.

Zur Unterstützung des Haarwachstum durch ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen soll die Ernährung im Auge behalten werden. Dies gilt vor allem für junge Frauen, bei denen bestimmte Wachstumsprozesse noch nicht ganz abgeschlossen sind.

Speziell für die Haut und Haare sind die Vitamine A,B,C, und H wichtig. Man findet sie unter anderem in folgenden Nahrungsmitteln:

Vitamin           Gute Lieferanten

A                      Aprikosen, Fischöl, Karotten, Milchprodukte, Paprika

B                     Eigelb, Fleisch, Hefe, Hülsenfrüchte, Nüsse, Weizenkeime

C                     sämtliche Zitrusfrüchte nach Saison, Kohlgemüse

H                     Eigelb, Fleisch, Milch, Nüsse, Vollkornprodukte

Auch Kupfer (verbessert die Struktur und beugt dünnem, brüchigem Haar vor) und Zink (davon werden auch Haut und Fingernägel gestärkt) sind wichtige Bestandteile für gesundes Haarwachstum.

Dauert der Haarausfall unter der Einnahme einer Antibabypille über ein halbes Jahr an, sollte mit dem Gynäkologen eine Alternative zur Empfängnisverhütung gesucht werden.

Die Haare nach der Pille

Wer nach vielen Jahren die Antybabypille wieder absetzt, muss auch mit einer vorübergehenden Hormonumstellung mit Nebenwirkungen rechnen. Davon können dann die Haare erneut betroffen sein.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

Haarverdichtung

Immer mehr Frauen und Männer sind vom Thema Haarausfall betroffen. Woran diese Zunahme der Problematik des Haarverlustes genau liegt, ist bisher nicht umfassend erforscht. Die Hälfte aller Männer sind betroffen und das zunehmend in jungen Jahren und nicht erst mit Beginn des Älterwerdens. Aber auch bei den Frau plagen sich mittlerweile ein Viertel mit dem belastenden Haarverlust herum.

Haar Extensions eine Möglichkeit der Haarverdichtung

Haar Extensions eine Möglichkeit der Haarverdichtung

In den anderen Kapiteln finden Sie Informationen über die vielfältigen Ursachen für die verschiedenen Formen von Haarausfall. Eine Diagnose und entsprechende Behandlung ist in vielen Fällen angezeigt. Auch und gerade um dahinter liegende Erkrankungen von Organen oder des Stoffwechsels frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Individuelle Alternative zur Haartransplantation

Haarausfall ist natürlich immer auch ein kosmetisches Problem. Neben medikamentellen und begleitenden Therapien können äußerlich Perücken oder Haartransplantationen eine Möglichkeit darstellen, um wieder mit mehr Haar durchs Leben zu gehen. Eine Alternative bietet die Methode der Haarverdichtung. Sie wird in der Regel bei schütterem oder ausgedünntem Kopfhaar angewendet.

Haarverdichtung – Methoden und Möglichkeiten

Die Haarverdichtung wird von Haarpraxen und spezialisierten Friseuren angeboten.

Im Gegensatz zur Haartransplantation, die mit eigenen Haarsubstanzen arbeitet, wird bei der Haarverdichtung anderes Echthaar oder synthetisches Haar verwendet. Dieses wird auf der Kopfhaut zwischen die eigenen Haare eingesetzt.

Je nach Methode und Ausgangsbefund des Haarschopfes werden die zusätzlichen Haare entweder mit kleinen Clips, Bondingringen, haarbeknüpften Netzen oder selbstklebenden Filmstreifen befestigt. Die Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit ist je nach Methode unterschiedlich lang.

In einigen Fällen beteiligen sich die Krankenkassen an den Kosten für eine Haarverdichtung bzw. übernehmen diese ganz. Hierfür muss ein ärztliches Attest über die Notwendigkeit der Behandlung vorliegen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

 

 

Was tun um Haarausfall zu stoppen?

Haarausfall ist eine ganz natürliche Sache, solange er im Gleichgewicht mit dem Haarwachstumszyklus geschieht.

Jeder Mensch verliert täglich Haare. Wie unsere Haut, unser Blut und unsere Zellen erneuern sich auch unsere Haare in bestimmten Intervallen. Das Ausgehen von Haaren gehört zum ganz natürlichen Kreislauf unseres Körpers und bedeutet erst mal kein Anzeichen einer Erkrankung. Solange das Gleichgewicht zwischen Ausfall und Nachwuchs besteht, ist also alles völlig normal. Kommt es dazu, dass deutlich mehr Haare ausgehen als nachwachsen, gilt es zuerst zu erkennen in welcher Form und vor welchem individuellen Hintergrund dies geschieht.

Gesunde Ernährung kann Haarausfall verhindern

Gesunde Ernährung kann Haarausfall verhindern

Was kann man gegen Haarausfall tun?

In vielen Bereichen sind die Ursachen für Haarausfall nicht weit reichend abgeklärt. Dennoch gibt es einige Erkenntnisse über Zusammenhänge und Wirkweisen, denen Haare ausgesetzt sind. Ein paar Grundregeln im Umgang mit Ihren Haaren können helfen, den Haarausfall zu stoppen und vielleicht das neue Haarwachstum beschleunigen.

  • Lassen Sie eine gesicherte Diagnose erstellen um die Ursache für den bisherigen Haarausfall festzustellen
  • Wenn eine Erkrankung vorliegt, halten Sie sich an den Behandlungs- und Therapieplan
  • Suchen Sie Unterstützung in der Natur. Viele Stoffe wirken haarstärkend und können Haarwachstum langfristig stärken
  • Passen Sie Ihre Ernährung auf die Bedürfnisse Ihrer Haare an (ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, keine Radikal-Diäten, kein Fastfood)
  • Verzichten Sie auf Genussgifte wie Alkohol, Nikotin, zu viel Koffein
  • Seien Sie gut zu Ihren Haaren: Keine schädigenden Haartorturen mit chemischen Farben und heißen Eisen
  • Benutzen Sie sanfte und nährstoffreiche Pflegeprodukte
  • Achten Sie auf Ihre gesamtes Gleichgewicht, denn Ihre Haare sind sehr sensibel und hängen eigentlich an Ihnen

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

 

 

 

Haarausfall Ursachen: nach Operationen

Eine Operation ist immer ein besonderer Eingriff in den menschlichen Organismus. Je nach Befund finden Operationen in Teil- oder Vollnarkose statt. Bei kleineren Eingriffen reicht heute oft auch eine lokale Betäubung des zu operierenden Bereiches aus.

Der medizinische Fortschritt hat für uns heute sehr viel schonendere Narkosemittel bereit als noch vor wenigen Jahrzehnten, als man am Anfang der wissenschaftlichen Entwicklung stand. Trotzdem bleibt ein Eingriff immer eine (kleine oder große) Extremsituation für den Körper.

Haarausfall nach Operationen ist nicht selten

Haarausfall nach Operationen ist nicht selten

Haarausfall durch die Operation

Die Haare sind Bestandteil des gesamten Organismus, auch wenn sie aus totem Gewebe bestehen. Die Haarfollikel sind als Zellen direkt angewiesen auf die Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen durch das Blut. Bei einer Narkose sind auch sie von der narkotisierenden Wirkung betroffen. Je größer der Eingriff ist, je länger er dauert und möglicherweise mit einem bedeutenden Blutverlust einhergeht (insbesondere nach Unfällen), desto stärker ist auch die Versorgung der Haarwurzeln beeinträchtigt. Der allgemeine Blutdruckabfall wirkt ebenso vermindernd auf die Versorgung der Haarfollikel.

Im Heilungsprozess reagiert der Organismus sehr wirtschaftlich. Das bedeutet, dass vorrangig die Bereiche mit Mineral- und Nährstoffen versorgt werden, die am wichtigsten sind. Wunden benötigen in der Zeit der Rekonvaleszenz vermehrt diese Stoffe und konzentrieren die diese in ihrem Bereich.

Zusammenhang erkennen

Im Hinblick auf den Haarwachszyklus kann sich Haarausfall sehr zeitverzögert nach einer Operation bemerkbar machen. In der Regel sollte sich bei einem guten Heilungsverlauf auch das Gleichgewicht des Haarwachstums innerhalb einiger Monate wieder normalisiert haben.

Wechselwirkungen und Auswirkungen auf das Haarwachstum können in der Zeit nach dem operativen Eingriff natürlich wiederum durch die Einnahme von Medikamenten auftreten. Besprechen Sie alles, was Ihnen auffällt und wozu Sie Fragen haben, mit Ihren behandelnden Ärzten.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haarausfall Ursachen: Medikamente

Medikamente werden verschrieben um Beschwerden zu lindern und Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen. Je stärker das Medikament wirkt und Einfluss auf den Organismus nimmt, desto wahrscheinlicher hat man auch mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Immer häufiger haben Tabletten verschiedene Nebenwirkungen

Immer häufiger haben Tabletten verschiedene Nebenwirkungen


Haarausfall durch Medikamente – direkte Folge oder Spätfolge

Je nach Stärke des Medikaments, nach Dosierung und Konzentration der einzelnen Wirkstoffe kann Haarausfall spontan als direkte Folge oder erst mit einer mittleren bis größeren Zeitverzögerung auftreten. Ist letzteres der Fall, ist es manchmal schwierig einen Zusammenhang zwischen dem Haarausfall und der Einnahme des Medikaments zu erkennen.

Eine häufig beobachtete Nebenwirkung ist Haarausfall. Unter den Verursachern von Haarausfall als Medikamenten-Nebenwirkung stehen eine ganze Reihe von Präparaten zur Debatte:

  • Lipidsenker (zur Senkung des Cholesterinspiegels
  • Antibabypille (bei hohem Gestagen-Anteil)
  • Betablocker (zur Senkung des Blutdrucks)
  • Chemotherapeutika / Zystostatika
  • Rheumamittel
  • Thyreostatika (zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen)
  • Antibiotika

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Wenn bei Ihnen durch die Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen wie Haarausfall, aber auch alle anderen, auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit einer Behandlung mit alternativen Präparaten ab.

Mittel gegen Haarausfall bei Männern: Finasterid

Die Ursachen für Haarausfall bei Männern sind unterschiedlicher Natur. Manchen Haarverlust kann man mit ausreichend Disziplin und Geduld selbst entgegenwirken. Hausmittel und Naturheilmittel bieten verschiedene Mittel um das Nährstoff-Gleichgewicht wieder ins rechte Lot zu bringen.

Haarausfall bei einem Mann

Haarausfall bei einem Mann

Anders ist das bei Haarausfall, der durch schwere Erkrankungen oder erbliche Dispositionen ausgelöst wurde. Der erbliche Haarausfall (Androgentischer Haarausfall) betrifft Frauen und Männer gleichermaßen. Er ist die häufigste bekannte Form von Haarausfall. Die Industrie bietet unterschiedliche Mittel zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern an. Präparate mit dem Wirkstoff Finasterid ist eines davon:

Finasterid gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern

Die erbliche bedingte Disposition für den Haarausfall besteht in der Empfindlichkeit der Haarwurzeln des Kopfes auf das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Die Haarwurzeln werden durch das DHT geschädigt und geschwächt.

DHT blockiert die Nährstoffe (Vitamine, Mineralien, Proteine), die so nicht zu den Haarfollikel gelangen können um für ein Wachstum der Haare zu sorgen.

Wird der Haarausfall, der sich unter anderen als Geheimratsecken bemerkbar macht, nicht behandelt, schrumpfen die Haarwurzeln. Die Behandlung wird dadurch langwierig und schwieriger als bei anderen Formen des Haarausfalls.

Finasterid wirkt hemmend auf die enzymatische Umwandlung von Adrogen-Testosteron in DHT, wodurch die Haarfollikel geschützt und gestärkt werden.

Finasterid wurde als Arzeinmittel bei Prostataerkrankung entwickelt und eingesetzt und zeigte als positive Nebenwirkungen ein verstärkten Haarwuchs. Seit mehr als zehn Jahren ist es in Deutschland als Medikament gegen erblichen bedingten Haarausfall bei Männern zugelassen.

Anwendung von Finasterid

Die Anwendung erfolgt nach Anweisung des Arztes. Bei Unsicherheiten, ist der ärztliche Rat empfohlen. Finasterid wird als Filmtablette eingenommen und soll im Ganzen mit oder ohne Nahrung aufgenommen werden. Die Tabletten sollen nicht geteilt oder zermahlen werden. Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff Finasterid sind rezeptpflichtig.

Nebenwirkungen von Finasterid

Finasterid ist für Anwendungen bei Frauen aufgrund der möglichen schädigenden Wirkung auf ihre Fruchtbarkeit und der Föten im Mutterleib gar nicht geeignet. Zudem wurde keine positive Wirkung auf einen hormonell bedingten Haarausfall bei Frauen durch Finasterid festgestellt.

Nimmt der Mann Finasterid ein, muss in jedem Fall ein Verhütungsmittel beim Geschlechtsakt genommen werden, damit eine Schwangerschaft ausgeschlossen bleibt.

Finasterid in der Anwendung bei jungen Männern ist nicht empfohlen, da das DHT für die Entwicklung vom Jungen zum Mann in der Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale und – funktionen eine wichtige Rolle spielt.

Nebenwirkungen von Finasterid können zum Beispiel Störungen der Potenz und eine verminderte Libido sein. Selten kommt es zu schmerzenden Beschwerden der Hoden. Vereinzelt wird von depressiven Episoden und Seh-Störungen oder trockene Augen berichtet. Bei andauernder Anwendung von Finasterid müssen die Leberwerte und die Prostata regelmäßig untersucht werden, da es hier zu Veränderungen der Normwerte oder einer Verkleinerung kommen kann.

Gegenanzeigen

Finasterid darf nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Bestandteile des Mittels bestehen. Finasterid darf von Frauen und Kindern gar nicht angewendet werden.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt